Neue Zeugenaussagen belasten verhafteten 30-Jährigen

K.o.-Tropfen

WITTEN Zum Fall der 56-Jährigen, die mit einem K.o.-Mittel betäubt worden ist, sind bei der Polizei gleich mehrere brauchbare Hinweise eingegangen. Die Wittenerin war am vergangenen Freitag ohne Erinnerung an die vorangegangenen 14 Stunden in der Wohnung eines Arbeitskollegen aufgewacht.

von Von Susanne Linka

, 14.01.2010, 09:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wer hat am Donnerstag das auffälllige "Paar" auf dem Fußweg vom Boni-Center in die Brüderstraße 16 gesehen?

Wer hat am Donnerstag das auffälllige "Paar" auf dem Fußweg vom Boni-Center in die Brüderstraße 16 gesehen?

Nach den Zeugenaussagen vom Mittwoch scheint sich der Verdacht zu erhärten, dass der 30-Jährige falsche Angaben gemacht hat. Er hatte - entgegen der Aussage des Opfers - bestritten, dass er direkt von der Arbeit aus gemeinsam mit der Frau in seine Wohnung gefahren war. Computer und DNA sichergestellt Doch offenbar sind die beiden auf dem Weg von der Bushaltestelle Boni-Center zur Wohnung des Mannes in der Brüderstraße gesehen worden. "Wir müssen die Aussagen noch auswerten", erklärte Volker Schütte aus der Pressestelle der Polizei am Mittwoch. Das gilt auch für DNA-Spuren, die klären sollen, ob das Opfer vergewaltigt worden ist. In der Wohnung des verhafteten 30-Jährigen hat die Polizei einen Computer sichergestellt. "Möglicherweise enthält er verwertbares Material", begründet Schütte diese Maßnahme. Vor allem Fotos scheinen dabei für die Polizei von Interesse. Der 30-Jährige, der schon länger in der Brüderstraße lebte, befindet sich mittlerweile in der Justizvollzugsanstalt Bochum.Schreckliche Sorgen gemacht

Noch ist unklar, ob es weitere betroffene Frauen gibt. Sollte jemand etwas Ähnliches wie die 56-Jährige erlebt haben, rät Volker Schütte ausdrücklich dazu, sich unter Tel. (0234) 90 94 12 0 oder 90 94 12 5 bei der Polizei zu melden.

Er berichtete gestern, dass sich die Angehörigen des Opfers im aktuellen Fall in der Nacht zu Freitag schreckliche Sorgen gemacht haben: "Sie hatten schon die ganze Nacht gesucht und wollten gerade die Polizei alarmieren, als die Vermisste plötzlich frühmorgens vor der Tür stand."