Neuer Galerieraum beherbergt minimale Ausstellung

mental space gallery

Im neuen Galerieraum "mental space gallery" gibt es derzeit nur drei Werke zu sehen. Und trotzdem beeindruckt die Ausstellung "everyday occurence". Der angehende Essener Folgwang-Absolvent gibt dort einen Eindruck seiner Diplomarbeit, an der er arbeitet. Für die Ausstellung hat er sich einer Herausforderung gestellt.

LANGENDREER

von Von Daniela Schmidt

, 17.06.2014, 12:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einen besonders herausfordernden Ort für Künstler will Inhaber Roman Zheleznyak mit seiner neuen Galerie schaffen. Die aktuell laufende Ausstellung macht das auf eindrucksvolle Weise deutlich.

Einen besonders herausfordernden Ort für Künstler will Inhaber Roman Zheleznyak mit seiner neuen Galerie schaffen. Die aktuell laufende Ausstellung macht das auf eindrucksvolle Weise deutlich.

Die aktuelle Ausstellung des angehenden Essener Folkwang Absolventen Maurice Kaufmann zeigt konzeptionelle Fotografie, die klaren Regeln folgt. Aufgeräumt und nüchtern wirken die beiden großformatigen Bilder, die sich unspektakulär in dem kleinen Raum gegenüber hängen. „Die Werke zeigen einen kleinen Ausblick auf meine Diplomarbeit, an der ich aktuell arbeite“, so Kaufmann, der für die Soloausstellung „everyday occurrence“ das Bochumer Stadtbild erkundete.Rundumeindruck Inhaber des „mentalen Raumes“ in Langendreer ist der gebürtige Ukrainer Roman Zheleznyak, der vor drei Monaten den neuen Galerieraum eröffnete. Neu und schick mit frisch gestrichenen Wänden auf der einen und abgerissenen Tapeten, wie eine Baustelle wirkend, auf der andren Seite. „Dieser Kontrast ist so gewollt und für die Künstler soll es eine Herausforderung sein, mit diesem Raum zu arbeiten“, erklärt Roman Zheleznyak. Eine Herausforderung der sich Künstler Maurice Kaufmann angenommen hat und sich Wände, sowie die Fensterfront zu Nutze macht. Mental space ist anders. Hier braucht es keine stundenlange Wanderung entlang unzähliger Kunstwerke. Stellt man sich in die Mitte des kleinen Raumes hat der Betrachter bereits einen guten Rundumeindruck und kann die beiden Fotos sowie den minimalen Raum in Ruhe auf sich wirken lassen.

Es braucht nicht viel, um Kunst in Szene zu setzen – das beweist Zheleznyak, Absolvent der Düsseldorfer Kunstakademie. Zeitgenössische und vor allem junge Kunst will der junge Galerist in seinem neuen Raum zeigen. „Mein Ziel ist ein regulärer Galeriebetrieb mit wechselnden Ausstellungen und Verkauf“, sagt er und blickt optimistisch in die Zukunft. Vor 16 Jahren kam der heute 29-Jährige nach Deutschland. Er denkt auch darüber nach, in seiner alten Heimat eine zweite Galerie zu eröffnen. „Das wäre ein schönes Ziel“, sagt er, „später… wenn es dort mal wieder ruhiger ist.“ 

Schlagworte: