Neuer kryptischer Name für Ex-Opel-Gelände

Industriefläche in Bochum

Mehr als 50 Jahre lang kannte man die riesige Industriefläche mitten im Bochumer Stadtteil Laer als Gelände des Opel-Werks 1. Seit Montag trägt diese Fläche zwecks Vermarktung offiziell einen neuen Namen - der auf den ersten Blick wenig mit Bochum zu tun hat.

BOCHUM

22.02.2016 / Lesedauer: 3 min
Neuer kryptischer Name für Ex-Opel-Gelände

Die Enthüllung des neuen Namens wurde mit Spannung erwartet.

Zuvor beheimatete das Gelände fast 100 Jahre lang die Zeche Dannenbaum. Demnach handele es sich laut Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch um eine Fläche, die das Gesicht der Stadt in beinahe 150 Jahren gravierend geprägt habe. Es musste daher auch ein Name sein, der an Vergangenes erinnere und dennoch den Blick nach vorne richte. Ein Name, der spannenden Ideen, die ein Zuhause suchen, zeigen würde, "dass sie diese in Bochum finden können".

Interessenten anlocken

Ähnlich sah es auch Enno Fuchs von der Bochum Perspektive 2022. Und mit dem neuen Namen sei der erste Schritt in die Zukunft gegangen, der der Fläche, die durch eine zentrale Lage in Europa, durch die unmittelbare Nähe zum Kunden und durch optimale Anbindungen an die Industrie, die Kultur und auch die Bildung punkten würde. Doch bei der Standortsuche brauche es manchmal mehr als nur gute Gründe.

Etwa einen Namen, der anders, erkennbar und einzigartig sei. Das Marketingkonzept sehe vor, dass mit dem neuen Namen mögliche Interessenten aus dem gesamten nationalen und internationalen Raum angesprochen werden. Man sehe über den Rand von Bochum und auch dem Ruhrgebiet hinaus, sagte Fuchs. Auch Unternehmen aus den USA, aus Asien, der Schweiz oder aus der Türkei sollen angesprochen werden.

Übersetzung unnötig

"Mark 51°7" sei ein Name, den man auch ohne ihn übersetzen zu müssen auf der ganzen Welt versteht. Denn Mark kann international für Begriffe wie Marke, Marktfähigkeit und Markierung stehen, wie Katja Leistenschneider von der "Gruppe Bochum" sagte, deren Vorschlag sich gegen mehr als 50 weitere Einsendungen durchsetzte. Doch das Gelände und ganz Bochum befänden sich auch auf der ehemaligen Grafschaft Mark. Der Zusatz 51°7 stehe dabei für den Breiten- und den Längengrad, auf denen sich das Gelände und die Stadt befinden.

In den kommenden Wochen soll nun mit der Verankerung des Namens in der Stadt begonnen werden, wie Fuchs verriet. Zum Beispiel durch Werbeplakate. Doch allen Beteiligten sei bewusst, dass es für die Bochumer lange dauern werde, bis sich der neue Name in deren Köpfen eingeprägt habe.

 

 

Schlagworte: