Neues Design und eine radikale Inszenierung

Prinz-Regent-Theater

„Wir sind ja komplett größenwahnsinnig“, sagt Romy Schmidt, die seit dieser Spielzeit neue Leiterin am Prinz-Regent-Theater (PRT) ist: Ein komplett neu gestalteter Eingangsbereich, ein neues Design und eine radikale „Peer Gynt“-Inszenierung als erste Premiere der Saison – wenn man den Theatermachern eines nicht vorwerfen kann, dann ist es fehlender Mut.

BOCHUM

, 16.09.2015, 05:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neues Design und eine radikale Inszenierung

Das Modell gibt einen ersten Eindruck davon, wie die Prinzbar aussehen könnte. Sichtbar auch eine Variante des neuen Logos. Inzwischen ist klar, dass es ein wenig anders aussehen wird.

„Ich finde die Märchengeschichte so toll, jede Welt steht sofort“, sagt Schmidt über Ibsens Stück. Schon lange habe sie die Idee einer Inszenierung mit sich getragen, „ich dachte aber immer, dass ich das vielleicht mit 50 Jahren mache“. Nun steigt sie damit in ihre Intendanz am PRT ein – und verfolgt den geradezu wahnwitzigen Plan das knapp 30 Personen umfassende Stück mit drei Darstellern auf die Bühne zu bringen. Unterstützt wird sie von einem Team, mit dem sie in der Vergangenheit unter anderem „Tschick“ auf die Bühne brachte: Dramaturg Frank Weiß und Kostüm- und Bühnenbildnerin Sandra Schuck.

Obwohl die Fassung gerafft ist und Weiß den Fokus der Handlung stärker auf die Figur des Knopfgießers legt, bleibe viel von Ibsen erhalten, sichert der Dramaturg zu: „Wenn ich das Stück ohne Ibsen mache, hätte ich das Stück gar nicht erst machen müssen“, sagt er. Für ihn lag die Herausforderung, die er rückblickend als „große Freude“ beschreibt, zudem eher darin, den Ideen von Romy Schmidt und Sandra Schuck gerecht zu werden – denn auch Schuck habe schon vor der Textfassung erste Vorstellung zum Aussehen gehabt.

Die neue "Prinz-Bar"

Überhaupt ist Sandra Schuck eine die Zukunft des Prinz-Regent-Theaters stark prägende Person. Sie entwickelte, gemeinsam mit einer Hamburger Grafikerin, das neue Logo des Theaters – und entwarf die neue „Prinz-Bar“. „Wir wollten weg vom Foyer“, sagt Schmidt, und stattdessen „einen Ort schaffen, wo es cool ist, sich aufzuhalten“.

Und so werkeln gerade Handwerker und Oberflächendesigner daran, aus dem alten, angestaubten Foyer einen neuen, von Rottönen dominierten Begegnungsort zu schaffen. Doch die Zeit drängt: Bereits am Freitag startet das Haus in seine neue, verheißungsvolle Zukunft.

Die Premiere von „Peer Gynt“ ist am Freitag (18.) um 19.30 Uhr im Prinz-Regent-Theater, Prinz-Regen-Straße 50-60. Kartenreservierung unter Tel. (0234) 77 11 17 oder im Internet unter www.prinzregentheater.de