Neues Museum MuT in Bochum zeigt ab November Kunst unter der Erde

Sieben Millionen Euro

2000 Kubikmeter Beton und 206 Tonnen Baustahl - viel mehr braucht es nicht für das MuT, das Museum unter Tage in Bochum. Die 1500 Quadratmeter große Ausstellungsfläche liegt komplett unter der Erde. Am Freitag feierte die Stiftung Situation Kunst das Richtfest sieben Meter unter dem Schlosspark Weitmar.

Bochum

, 20.02.2015, 19:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neues Museum MuT in Bochum zeigt ab November Kunst unter der Erde

Bis Ende 2015 soll die neue Attraktion fertig sein.

Beeindruckend groß ist die Halle, die jetzt noch den Charme einer Tiefgarage hat. Noch werden Wände eingezogen, die den Raum dreiteilen. Zur Eröffnung, am 13. November, wird es hier ganz anders aussehen. Alexander von Berswordt-Wallrabe, mit seiner Frau Silke seit Jahren die treibende Kraft des Projekts, wird hier die Ausstellung "Weltsichten - Landschaften in der Kunst seit dem 17. Jahrhundert" installieren und der Ruhr-Universität dauerhaft als Lehrsammlung zur Verfügung stellen. 380 Kunstwerke werden zur Eröffnung gezeigt, schon im Rohbau kann man sich vorstellen, wie großartig es wird.

Letzte Ausbaustufe von Situation Kunst

Sieben Millionen Euro kostet der Bau, der die letzte Ausbaustufe von Situation Kunst bildet. Viel bürgerschaftliches Engagement sorgte für die Realisierung der Pläne. Allein drei Millionen Euro kommen von der Stiftung, zwei Millionen Euro steuert die Stadt Bochum bei. Es ist ein Geschenk für die Ruhr-Universität, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Wie die ersten Teile von Situation Kunst, die ab 1990 im Schlosspark entstanden, wird das MuT Teil der universitären Kunstsammlungen. Genau das macht Situation Kunst so einzigartig in Deutschland, wie es auch Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz betonte. Nicht nur, dass das Museum außergewöhnlichen Kunstgenuss bietet. Studenten können hier forschen, aber auch beispielsweise als Kuratoren von Wechselausstellungen Praxiserfahrung sammeln.

Schon bald wächst Gras darüber

Im Schlosspark selbst, in dem sich Kunst, Natur und Architektur eindrucksvoll begegnen, sind vom MuT nur drei Quader zu sehen, in denen Eingänge, Technik und Notausgang untergebracht sind. Noch sieht man die Betondecke über der Halle, für die 18 000 Kubikmeter Erde abtransportiert wurden. Doch schon bald wird Gras darüber wachsen und Spaziergänger werden ihre gewohnten Runden drehen.

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