Neues Programm: Begegnungen mit der Kultur der Region

Volkshochschule

BOCHUM Große Events feiert die Volkshochschule im Kulturhauptstadtjahr zwar nicht, dennoch wirkt es sich nachhaltig auf das Programm der nächsten Monate aus. Dabei will die VHS vor allem Bochumer ansprechen. "Sie sind unser Zielpublikum", bringt es der kommissarische Leiter Heinz Seim auf den Punkt.

von Von Thomas Aschwer

, 07.01.2010, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Heinz Seim sieht Kultur als Alltag.

Heinz Seim sieht Kultur als Alltag.

Und so greift die VHS Themen des Kulturhauptstadtjahres auf ihre eigene Weise auf. Findet beispielsweise in der Nachbarstadt Herne eine große Ausstellung statt, so macht sich die Bochumer Volkshochschule mit eigenen Exkursionen auf die Spurensuche dieser Ausstellung. Ausgebildete "Regioguides" begleiten aber auch Bochumer auf Radtouren zu Landmarken wie den "Himmelstreppen", leiten Stadtrundgänge z. B. in der Dahlhauser Heide oder Wanderungen auf den Spuren des Gahlenschen Kohlenweges. Außerdem besteht mit der VHS die Möglichkeit, das neu eröffnete Ruhrmuseum zu besuchen oder auch zu erfahren, was sich hinter "Aufruhr 1225" verbirgt.Nachhaltigkeit statt einmaliges Strohfeuer

Dabei müssen sich die Angebote einer zentralen Forderung unterordnen: Die Aktivitäten im Kulturhauptstadtjahr sollen sich durch Nachhaltigkeit auszeichnen und nicht in einem einmaligen Strohfeuer verpuffen. Zu erkennen sind sie im umfassenden VHS Programm durch das Logo von "Ruhr 2010". Dabei schlägt die Volkshochschule auch Brücken über die Landesgrenzen. Unter der Überschrift "Kultur und Sprache in Europa" bietet sie ein zweisprachiges Mörderspiel und einen Vortrag über die Eremitage in St. Petersburg in Russisch und Deutsch. Bodenständigkeit beweist die VHS u. a. mit einem Spaziergang durch Essen-Werden und zur Villa Hügel.VHS als eine der größten Anbieter von Kultur

"Kultur ist unser Alltag", sagt der kommissarische VHS-Leiter Heinz Seim - und macht damit deutlich, dass die Volkshochschule selbst eine der größten Anbieter von Kultur ist. In diesem Jahr ist dieser Schwerpunkt aber noch ein wenig prominenter besetzt als sonst.