Neues Quartier am alten Stadtarchiv

Plan von Kölner Architekten gewinnt

Zwischen Bermuda-Dreieck und Schauspielhaus liegt das Areal des alten Stadtarchivs an der Kronenstraße. In einem Bestgebotsverfahren hat die Stadt nun neue Pläne für ein modernes Quartier an dieser Stelle schmieden lassen.

BOCHUM

, 23.09.2015, 16:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neues Quartier am alten Stadtarchiv

Architekt Thomas Luczak stellt seinen Siegerentwurf vor.

Es gibt neue Planungen für den Bereich der Kronenstraße, an dem das ehemalige Stadtarchiv steht. Die Stadt Bochum schrieb ein Bestgebotsverfahren aus. Verschiedene Investoren sollten gemeinsam mit Architekten Konzepte ausarbeiten, die eine zukünftige Nutzung des fast 5700 Quadratmeter großen Areals möglich machen.

Insgesamt acht Vorschläge wurden an die Stadt eingereicht – vier davon prämiert. Genau diese vier erfolgreichen Konzepte werden seit vergangenem Dienstag im Foyer des Technischen Rathauses ausgestellt. Die Stadt lobte sehr genaue Vorgaben in der Nutzung aus: Einen „positiven Impuls für das gesamte Quartier“ soll sie setzen, eine „Quartiersbegegnungsstätte“ enthalten sowie eine perfekte Kombination aus innerstädtischem Wohnen und wohnverträglicher gewerblicher Nutzung.

Sozialer Impuls

Den besten Vorschlag reichten Luczak Architekten Köln mit der Wohngenossenschaft Krone Bochum und der Unternehmergesellschaft Wohnprojekt Krone ein. „Für uns standen der soziale Impuls und ein damit einhergehendes integratives Konzept im Vordergrund“, erklärt Architekt Thomas Luczak. Im neu entstehenden „KroneForum“ soll nach seinem Konzept eine Gleichberechtigung aller Bewohnerschichten herrschen. So sollen sich dort junge und alte genau wie arbeitende und nicht arbeitende Menschen treffen und miteinander wohnen. Passend dazu beinhaltet das Konzept auch ein „Krone Wohnzimmer“ sowie zahlreiche Grünflächen, die von allen Bewohnern genutzt werden können.

Co-Working-Spaces

„Die Begegnung spielt in diesem Entwurf eine tragende Rolle“, so Luczak. Die insgesamt drei Häuser, die auf dem Gelände des ehemaligen Stadtarchivs entstehen sollen, sind demnach einerseits barrierefrei und für den demografischen Wandel ausgelegt, beinhalten aber auch die Möglichkeit, moderne Co-Working-Spaces (Orte, an denen Menschen gemeinsam arbeiten können) einzurichten.

Für Eckart Kröck, Leiter des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes ist das Bestgebotsverfahren, so wie es im Fall des Krone Forums gelaufen ist, schon jetzt ein voller Erfolg: „Wir haben uns vorgenommen, auch in Zukunft weitere Projekte nach einem solchen Verfahren zu vergeben.“