Neukunden oder Altlasten?

Sozialticket

Begeisterung hat das Sozialticket bei der Bogestra noch nie ausgelöst. Das Verkehrsunternehmen sieht darin nur einen Kostenfaktor. Ein halbes Jahr nach der Einführung des Sozialtickets fällt die Bilanz dort sehr nüchtern aus. Doch wie ehrlich ist sie?

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 09.05.2012, 19:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eckdaten zum Sozialticket
Für 50 000 Bochumer gibt es seit dem 1. November einen Anspruch auf ein Sozialticket. Für 29,90 Euro gibt es ein Ticket 1000 der Preisstufe A – also für das Bochumer Stadtgebiet. Der reguläre Preis beträgt 60,75 Euro (ohne Abo). Der Modellversuch des Sozialtickets ist zunächst auf 14 Monate befristet. Das Land bezuschusst den Modellversuch Sozialticket mit 30 Millionen Euro.

 „Aus unseren Daten ergibt sich das nicht“, kontert Ute Bogucki, stellvertretende Leiterin des Sozialamtes. Dort und im Jobcenter hat man jeden Antragsteller gefragt, ob er zuvor eine Monatskarte hatte. Ergebnis: Sogenannte Wechsler machen nur ein Drittel aus. Das Sozialticket beschert der Bogestra demnach 66 Prozent Neukunden, für die das Unternehmen in der Probephase noch Landeszuschüsse bekomme. 5521 Bochumer haben nach Angaben der Stadt ein Sozialticket beantragt – elf Prozent der potenziellen Kunden. Die meisten kommen aus den Randbezirken der Stadt. Damit liegt Bochum über dem NRW-Schnitt, aber unter den Planungen von Bogestra und Verkehrsverbund. Im Herbst wird der Rat über die Zukunft des Sozialtickets entscheiden.

Eckdaten zum Sozialticket
Für 50 000 Bochumer gibt es seit dem 1. November einen Anspruch auf ein Sozialticket. Für 29,90 Euro gibt es ein Ticket 1000 der Preisstufe A – also für das Bochumer Stadtgebiet. Der reguläre Preis beträgt 60,75 Euro (ohne Abo). Der Modellversuch des Sozialtickets ist zunächst auf 14 Monate befristet. Das Land bezuschusst den Modellversuch Sozialticket mit 30 Millionen Euro.