Neururer kündigt an: "Kein Mauerfußball"

Gegen den TSV 1860

In der Woche vor dem Heimspiel des VfL Bochum gegen den TSV 1860 München (Sonntag, 13.30 Uhr, rewirpowerSTADION) wurde der Begriff "Defensivfußball" reichlich strapaziert. Peter Neururer machte dem am Freitag ein Ende.

BOCHUM

von Von Uli Kienel

, 29.11.2013, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter und Trainer Peter Neururer (v.l.) sind zuversichtlich, dass der VfL am Sonntag die "Löwen" schlägt.

VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter und Trainer Peter Neururer (v.l.) sind zuversichtlich, dass der VfL am Sonntag die "Löwen" schlägt.

Bei der obligatorischen Spieltags-Pressekonferenz kündigte Bochums Trainer an: "Von unserer Seite wird es keinen Mauerfußball geben. Wir werden in unserem eigenen Stadion so offensiv agieren, dass uns die Sechziger nicht gefährlich werden können."

Das gewählte System

Das Spielsystem, das beide Trainer augenblicklich zur Stabilisierung ihrer Mannschaften gewählt haben, "wird auch von den Fähigkeiten der Spieler und der Situation, in der sich die Mannschaften befinden, bestimmt", erklärte Neururer und bezog diese Einschätzung nicht nur auf den VfL: "Das trifft auch auf die Löwen zu."

Was von seinem Amtskollegen Friedhelm Funkel, der auch schon den VfL trainierte, bestätigt wird. "Die Ansprüche waren zu Saisonbeginn vielleicht zu euphorisch. Wir sind gerade dabei, uns wieder zu stabilisieren, wollen unserer Mannschaft aber die Perspektive erhalten, dass sie den Kontakt zu den Top-Plätzen in der Tabelle herstellen kann", sagte der Löwen-Trainer im RN-Gespräch.

Qualität wird gesteigert

Dass das fußballerische Element auch beim VfL momentan nicht im Vordergrund steht, bejahte auch Sportvorstand Christian Hochstätter. "Am Ende zählen die Ergebnisse, und die sprechen eindeutig für unsere Mannschaft. Ich bin überzeugt, dass wir unsere Qualität im Saisonverlauf noch steigern werden, mit den entsprechenden Resultaten."

Während Friedhelm Funkel im übrigen davon ausgeht, dass Peter Neururer seine zuletzt in Bielefeld erfolgreiche Mannschaft nicht verändern wird, überlegt der VfL-Coach noch, wie er seine linke Seite gestaltet. Für zwei Positionen kommen mit Jonas Acquistapace, Felix Bastians und Piotr Cwielong drei Spieler für eine Nominierung in Frage. "Piotr ist auf jeden Fall eine große Überlegung wert", sagt Neururer, "aber wir warten noch das Abschlusstraining am Samstag ab."

13 000 Eintrittskarten wurden bis Freitag verkauft. Die Stadion-Kassen öffnen am Sonntag um 11.30 Uhr. Der VfL Bochum rechnet mit einer Kulisse von rund 20 000 Zuschauern.

 

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