Neururer sicher: Selbstvertrauen getankt

Nach Sieg in Cottbus

Mit kleinen Schritten heraus aus dem sportlichen Tief und zurück in eine Tabellenregion, die den VfL in Ruhe an seiner Weiterentwicklung arbeiten lässt - das ist die Essenz aus dem Spiel im Stadion der Freundschaft, das die Bochumer mit ihrem dritten Auswärtssieg in dieser Saison beendeten.

BOCHUM

von Von Uli Kienel

, 03.11.2013, 13:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Piotr Cwielong (Mitte) ist einer von vier VfL-Akteuren, deren bei einer weiteren Gelben Karte eine Sperre droht

Piotr Cwielong (Mitte) ist einer von vier VfL-Akteuren, deren bei einer weiteren Gelben Karte eine Sperre droht

Dass seine Mannschaft aus dem 1:0-Sieg in Cottbus neues Selbstvertrauen ziehen wird, davon ist Peter Neururer überzeugt. "Ob der Sieg verdient oder unverdient war, ist mir völlig egal", meinte Bochums Trainer, "wichtig ist doch nur, dass wir unser altes Selbstvertrauen zurückerlangen, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen." Und was diesen Punkt betrifft, sieht Neururer seine Mannschaft nach vier Punkten aus den letzten beiden Spielen gegen den 1. FC Kaiserslautern und Energie Cottbus wieder auf dem richtigen Weg.

Mächtige Durststrecke

Sechs Pflichtspiele in Serie ohne Sieg waren eine mächtige Durststrecke. Deshalb ist die Erleichterung in der Mannschaft nur zu verständlich. Wie auch Kapitän Andreas Luthe bestätigte: "Wir haben in Cottbus in schwierigen Situationen die Ruhe behalten. Aber noch wichtiger ist, dass wir zum zweiten Mal in Serie ohne Gegentor geblieben sind. Auch daraus zieht man Selbstvertrauen."Nicht nur eine Frage des Glücks

Die Bochumer wollten sich auch nicht einreden lassen, ausschließlich mit Glück an die drei Punkte gekommen zu sein. Dazu erklärte Siegtorschütze Richard Sukuta-Pasu seine Sichtweise zu den Dingen: "Es gab in dieser Saison schon viele Spiele, in denen wir die bessere Mannschaft waren und nicht gewonnen haben. Wir haben uns diese drei Punkte in Cottbus einfach verdient." Peter Neururer zog dann mit folgendem Satz einen Schlussstrich unter diese Thematik: "Wenn wir unsere klaren Konterchancen konsequenter ausspielen, spricht niemand mehr von einem glücklichen Sieg."

Und da bietet sich erneut ein Ansatzpunkt zur Kritik. Nach wie vor gelingt es den VfL-Fußballern nicht, die mitunter klaren Möglichkeiten auch in ein ebenso klares Resultat umzusetzen. Abwehrchef Marcel Maltritz gestattete sich deshalb auch eine berechtigte Kritik an der Offensivabteilung. "Wir müssen unsere Kontersituationen konsequenter ausspielen. Wenn man hinten zusehen muss, wie leichtferitg wir die Konter vergeben, wird man wahnsinnig."Jetzt kommt Köln

Der nächste Gegner heißt am kommenden Sonntag (10.) 1. FC Köln und bietet den Bochumern heute abend erst einmal weiteren Anschauungsunterricht, wenn das Team von Trainer Peter Stöger im Top-Spiel auf den 1. FC Union Berlin trifft. Peter Neururer hat aber schon den Sonntag im Blick: "Ein Top-Team kommt und das Stadion wird voll. Das ist eine echte Herausforderung für uns."