Neururers Premiere: VfL beim FC Heidenheim

Fußball: 2. Liga

In 610 Spielen hat Peter Neururer bisher als verantwortlicher Trainer an der Seitenlinie gestanden und dementsprechend viel erlebt. Das 611. Spiel am Sonntag hält dennoch eine Premiere für ihn bereit: den FC Heidenheim.

BOCHUM

von Uli Kienel

, 26.09.2014, 15:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neururers Premiere: VfL beim FC Heidenheim

Michael Gregoritsch, Malcolm Cacutalua und Simon Terodde (v.l.) werden auch am Sonntag in der Startformation des VfL Bochum stehen.

Bochums Trainer ist nicht nicht nur gespannt auf diese Premiere, er ist auch gespannt, wie seine Mannschaft das vierte Heim-1:1 in Serie verarbeitet hat. Überwiegt die Freude, gegen einen Aufstiegskandidaten das Spiel 70 Minuten kontrolliert zu haben. Oder setzt sich womöglich der Frust durch, gegen Düsseldorf einen Ertrag, der möglich war, wieder nicht eingespielt zu haben?

Peter Neururer sieht die Sache positiv: „Wie wir nach dem 1:1-Ausgleich wieder aufgestanden sind, zeigt die Qualität unserer Mannschaft. Wir können insgesamt mit unserer Leistung zufrieden sein, mit dem Resultat natürlich nicht. Wenn wir in Heidenheim die Leistung zeigen, die wir über 70 Minuten gegen Düsseldorf angeboten haben, dann muss es unser berechtigtes Ziel sein, weiter ungeschlagen zu bleiben.“ Auch wenn viele Fußballfans den 1. FC Heidenheim nicht zu den stärksten Vertretern der 2. Liga zählen, erwartet Bochums Trainer eine anspruchsvolle Aufgabe. „Mit dem Namen verbindet man vielleicht einen nicht ganz so starken Gegner, aber das ist eine gute Mannschaft mit gefestigten Spielstrukturen.“

Dass man den Gegner aber auch nicht unnötig stark reden muss, unterstrich Sportvorstand Christian Hochstätter am Freitag beim obligatorischen Pressegespräch vor dem Spiel. „Selbst verständlich fahren wir dahin, um das Spiel zu gewinnen. Wir müssen Heidenheim jetzt auch nicht besser machen als sie sind.“ Personell wird sich bei den Bochumern nichts ändern. Weder an seiner Startaufstellung noch am Kader möchte der Trainer Veränderungen vornehmen. Onur Bulut und Fabian Holthaus werden am Wochenende wieder das Mannschaftstraining aufnehmen, kommen für Nominierungen aber noch nicht in Frage.

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