Niedrige Wahlbeteiligung in Bochum

Oberbürgermeisterwahl

Noch steht das Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl in Bochum nicht endgültig fest, aber bereits jetzt ist klar: Die Wahlbeteiligung bis zum späten Mittag ist auf einem Tiefststand.

BOCHUM

, 13.09.2015, 15:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Niedrige Wahlbeteiligung in Bochum

Das Briefwahlzentrum ist erneut im Neuen Gymnasium untergebracht.

Emsiges Treiben herrscht in den Klassenräumen des Neuen Gymnasiums. Rund 400 Wahlhelfer öffnen hier die Briefwahlpost, kontrollieren ob Wahlzettel und Bescheinigung enthalten sind, zählen die Stimmen aus. Dazu kommen in der gesamten Stadt noch die vielen Helfer, die in den Wahllokalen mitarbeiten. Über 2500 Menschen in ganz Bochum sollen dafür sorgen, dass die Wahl reibungslos verläuft – und das ist in diesem Jahr gut gelungen. „Praktisch völlig problemlos“, sei die Wahl bis zum Nachmittag verlaufen, sagt Stadtdirektor und Wahlleiter Michael Townsend.

Doch die Freude über die komplikationslose Wahl wird getrübt von der geringen Beteiligung. Bis 14 Uhr gaben in Bochum – die Briefwahl eingerechnet – lediglich 23,8 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme ab. Bei der letzten Kommunalwahl waren es bis um 15 Uhr immerhin schon 37,3 Prozent. „Wir hatten auf eine Größenordnung der letzten Kommunalwahl gehofft“, sagt Michael Townsend. Da waren rund die Hälfte aller Bochumer an die Urne gegangen. Doch man habe schon mit einer geringeren Beteiligung gerechnet. „Das ist ein Zeichen dafür, die Oberbürgermeisterwahl in Zukunft wieder zusammen mit der Kommunalwahl abzuhalten“, so Townsend.

Die Kosten alleine für diesen Wahldurchgang betragen rund 500.000 Euro. Kommt es zur Stichwahl, muss die Stadt erneut Geld investieren. Allerdings nicht noch einmal eine halbe Millionen Euro. Denn zumindest die Wahlbenachrichtigung galt bereits für beide Wahlen.