„Ninja Warrior Germany“: Marcel Kaeding will Parcours in Rhede bauen

rn„Ninja-Trainingshalle“

Die RTL-Fernsehshow „Ninja Warrior Germany“ hat es Marcel Kaeding angetan: Zwei Mal hat der 31-Jährige dort schon teilgenommen – jetzt baut er einen eigenen Ninja-Parcours in Rhede. Ende Oktober soll am Butenpaß 13 Eröffnung sein.

von Carola Korff

Rhede

, 02.08.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kinder und Erwachsene können dann an sieben Tagen in der Woche ins Cargonetz springen, an von der Decke hängenden Stäben hangeln, am Seil schwingen oder die „Himmelsleiter“ erklimmen.

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Mit dem Klettern angefangen hat Kaeding in der Boulderhalle in Bocholt. Vergangenes Jahr bewarb er sich zum ersten Mal bei „Ninja Warrior Germany“. Sein Motto: „Was die können, kann ich auch!“ Damals sei er noch sehr aufgeregt gewesen, berichtet der Sportler. Am vierten Hindernis – dem „Flying Bar“, bei dem eine Stange im Sprung von Halterung zu Halterung gebracht werden muss – fiel Kaeding in das unter den Hindernissen aufgestellte Wasserbassin und schied aus.

Marcel Kaeding will Parcours in Rhede bauen

Der junge Familienvater ließ sich nicht entmutigen, bewarb sich erneut und plante in der Zwischenzeit an seiner eigenen Ninja-Halle. Ehefrau Lena verknüpfte das mit einer kleinen Forderung: „Der Garten musste wieder frei werden“, verlangte sie. Denn bis dahin hatte ihr Mann auf dem Rasen eine Boulderwand, eine Schwung- und eine Hangelstation aufgebaut.

An den Hindernissen im Rheder Ninja-Parcours können die Gäste klettern, schwingen, hangeln und springen wie in der RTL-Show „Ninja Warrior Germany“.

An den Hindernissen im Rheder Ninja-Parcours können die Gäste klettern, schwingen, hangeln und springen wie in der RTL-Show „Ninja Warrior Germany“. © 3-D-Sportanlagen

Die Halle am Butenpaß ist inzwischen gemietet und die ersten Umbauarbeiten starten. Auf einer Empore soll ein Parcours speziell für Kinder bis 14 Jahre entstehen. Die Hindernisse sind dort kleiner, ansonsten aber ähnlich wie bei den Erwachsenen. Die trainieren in einem Anfänger- und einem fünf Meter hohen Fortgeschrittenen-Parcours unten in der Halle.

Firma fertigt auch die Hindernisse für die RTL-Show an

Auf sie warten unter anderem das Hängemikado, „Vogelhäuser“, deren „Einflugsloch“ sie im Flug mit einem Stab treffen müssen, und einen Kletterkamin. Auch den für ihn verhängnisvollen „Flying Bar“ hat Kaeding bestellt. Sämtliche Elemente kommen von derselben Rosenheimer Firma, die die Hindernisse für die RTL-Show anfertigt. Sie kümmert sich auch um die nötigen Genehmigungen und TÜV-Abnahmen. Mitte September will sie die Geräte in der Halle montieren.

Trainingshalle gibt es im ganzen Umkreis nicht

Eine solche Trainingshalle – eng an die Show angelehnt – gebe es im ganzen Umkreis nicht, sagt der gelernte Tischler. Und die Ninja-Begeisterten nähmen lange Fahrwege in Kauf. Auch Kaeding selbst hat schon in Waiblingen, Erlangen und München trainiert. Als Einzugsgebiet rechnet der Existenzgründer daher mit dem ganzen Ruhrgebiet und Holland.

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Schon jetzt könnte er zehn Abos verkaufen und habe mehrere Anmeldungen für Kindergeburtstage, sagt Kaeding. Die will er in seiner Halle ebenso anbieten wie Teambuildingmaßnahmen für Unternehmen. Mit seiner Frau und zwei Angestellten will er seine Halle „Ninja Spirit“ wochentags von 12 bis 23 Uhr und am Wochenende von 10 bis 23 Uhr für Tagesgäste und Abokunden öffnen. Zum Ausruhen zwischendurch wird es auch eine Theke mit Bistrobereich geben. Für die Zukunft hat Kaeding noch weitere Ideen: Für nächstes Jahr plant er einen Außenparcours mit Becken.

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