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Dr. Herbert Marx aus Nordkirchen ist gestorben

Begründer der Behindertenhilfe

Dr. Herbert Marx ist tot. Der Begründer der Behindertenhilfe an der Kinderheilstätte Nordkirchen starb am 9. März im Alter von 90 Jahren. In der Gemeinde hat sein Wirken viele Spuren hinterlassen. Wir haben versucht, sie nachzuzeichnen. Ein Nachruf.

NORDKIRCHEN

, 15.03.2016
Dr. Herbert Marx aus Nordkirchen ist gestorben

Dr. Herbert Marx aus Nordkirchen ist gestorben.

„Wir sind traurig über seinen Tod. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und besonders seiner Frau. Wir werden uns immer gerne an Dr. Herbert Marx erinnern“, heißt es in einem Nachruf der Geschäftsführung der Kinderheilstätte. In der Tat hat das Wirken von Herbert Marx Spuren hinterlassen.

1961 übernahm er als Lungenfacharzt die Leitung der Kindertuberkulose-Heilstätte in Nordkirchen. Nachdem er sich zum Kinder- und Jugendpsychiater weitergebildet hatte, formte er die Kinderheilstätte über die Jahre zu einer Einrichtung, die vielfältige Dienste für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien anbietet.

Pädagogische Auslegung der Heilstätte lag ihm am Herzen

„Mit hoher medizinischer Fachlichkeit und gemeinsam mit der engagierten Unterstützung der damaligen Mitarbeiter und Ordensschwestern begründete er in unserer Einrichtung Orte des Lebens, Wohnens und Förderns für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen“, erklärt die Geschäftsführung der Kinderheilstätte.

Über die Pflege und Betreuung hinaus habe Herbert Marx von Beginn an die pädagogische Ausrichtung der Kinderheilstätte am Herzen gelegen. Der Ansatz, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen Förderung benötigen und lernen können, habe zunächst zur Einrichtung einer Tagesbildungsstätte geführt, aus der später die jetzige Maximilian-Kolbe-Förderschule entstanden sei. 

Auch überregional viel bewirkt

Auch die zeitgemäße Fortentwicklung des Wohnheims, der Aufbau der Heilpädagogischen Kindertagesstätte und der Frühförderstelle seien wesentlich sein Verdienst. Über die Kinderheilstätte hinaus habe Dr. Herbert Marx durch sein Mitwirken in den verschiedensten Gremien auf Diözesanebene und in den Fachverbänden des Deutschen Caritasverbandes die Behindertenhilfe auch überregional weiter entwickelt.

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Weiter heißt es: „Sein unermüdlicher Einsatz für die Kinder, Jugendlichen und ihre Familien war getragen von seinem christlichen Menschenbild und der tiefen Überzeugung vom Wert des Lebens und des Respekts vor jedem Einzelnen. Sein kooperativer Führungsstil und sein wertschätzender Umgang mit allen Mitarbeitern machten ihn zu einer starken Leitfigur der Kinderheilstätte. Seine Werte tragen das Selbstverständnis und die Haltung der Kinderheilstätte bis heute.“

Dr. Herbert Marx war stets bescheiden

Über sein Ausscheiden im Jahre 1987 hinaus habe Herbert Marx die Arbeit der Kinderheilstätte stets mit viel Interesse begleitet. Im Jahr 2014 stellte er gemeinsam mit Dr. Wolfgang Erfeld die erste Chronik der Kinderheilstätte zusammen. Einer der Wege, die über das Gelände der Kinderheilstätte führen, ist nach ihm benannt.

Herbert Marx war bei allem Verdienst um die Kinderheilstätte ein bescheidener Mann. An dem Tag, als die Gemeinde und die Heilstättengeschäftsführung das Straßenschild „Herbert-Marx-Weg“ vorstellte, erklärte Marx gegenüber den Ruhr Nachrichten „Es ist das Werk von vielen. Es müsste eigentlich ein Schild von allen Mitarbeitern geben und nicht nur von einem einzigen.“

Zur Online-Traueranzeige für Dr. Herbert Marx gelangen Sie hier.

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