Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gemeinde Nordkirchen will neue Kindergärten bauen

Kita-Plätze in Nordkirchen

Die Zeiten haben sich massiv geändert: Mädchen und Jungen besuchen heute viel früher einen Kindergarten als noch vor einigen Jahren. Das hat massive Folgen für die Gemeinde Nordkirchen und den Kreis.

Nordkirchen

, 07.03.2018
Gemeinde Nordkirchen will neue Kindergärten bauen

Vielfältige Erfahrungen sammeln die Mädchen und Jungen in den Kindergärten. Unser Foto entstand in der Waldwoche des Kindergarten Waldwichtel. © Foto: Mecklenburg

In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde viel Geld in die Hand genommen, um die Nachfrage nach Kita-Plätzen zu decken. Seit dem 1. August 2014 gibt es in der Grundschule Capelle eine neue Gruppe, seit dem 1. August 2015 eine neue Gruppe in der Grundschule Südkirchen und seit dem 1. August 2017 eine Übergangsgruppe in der Mensa der Kinderheilstätte. Ausreichen werden diese Investitionen in der Gemeinde nicht.

Nordkirchen ist kein Einzelfall. „Nachdem mit dem Kindergartenjahr 2017/18 bereits drei neue Kitas im Kreis den Betrieb aufgenommen haben, werden mit dem Kindergartenjahr 2018/19 die nächsten Kitas eröffnet“, erklärt der Kreis Coesfeld in seiner Vorlage für die heutige Sitzung des Jugendhilfeausschusses, der sich ab 16.30 Uhr im Coesfelder Kreishaus mit dem Kindergartenbedarfsplatz 2018/19 beschäftigt.

Gemeinden stehen unter Druck

Schon vor den Beratungen ist klar: Die Kommunen stehen unter Druck. Die Quote der Anmeldungen der einjährigen Kinder stieg von 41,4 Prozent in 2017 auf 45 Prozent in diesem Jahr. Bei den zweijährigen Kindern liegt die Anmeldequote in diesem Jahr mit 86,4 Prozent genau auf dem Niveau in 2017.

So gibt es nach Aussage des Kreises Coesfeld in mehreren Orten Pläne für weitere Kitas, die mit dem Kindergartenjahr 2019/20 in Betrieb gehen sollen. Nach Einschätzung der Kreisverwaltung wird dabei die „größte Herausforderung neben der Findung passender Grundstücke, Investoren und Träger sein, das entsprechende Fachpersonal zu akquirieren.“ Die Gemeinde Nordkirchen unternimmt weitere Anstrengungen, um die Nachfrage möglichst zu decken.

Jetzt lesen

Im Wilkmann-Haus an der Mühlenstraße soll zum 1. August 2018 eine Übergangsgruppe an den Start gehen.

Baupläne für Nord- und Südkirchen

Ebenfalls auf der Mühlenstraße ist der Neubau eines Kindergartens für drei Gruppe geplant. Er soll möglichst zum 1. August 2019 an den Start gehen. Ähnlich die Situation in Südkirchen: Hier plant die Gemeinde ebenfalls zum 1. August 2018 eine Übergangslösung und den Bau einer Kita für drei Gruppen in der Nähe des K+K-Marktes. Die Schaffung neuer Kita-Plätze für die Gemeinde Nordkirchen hat deutliche finanzielle Auswirkungen. „Die Gemeinde Nordkirchen beteiligt sich in zweierlei Hinsicht an der Finanzierung der Kindergartenplätze. Zum einen – wie gesetzlich vorgeschrieben – über die Jugendamtsumlage. Die Steigerung hierbei kann durch die Gemeinde nicht beziffert werden, da die Jugendamtsumlage viele Bereiche umfasst und sich nicht nur auf den Kita-Bereich bezieht“, betont Bürgermeister Dietmar Bergmann.

Gemeinde übernimmt Trägeranteil

Darüber hinaus beteilige sich die Gemeinde Nordkirchen freiwillig am Trägeranteil der Kindergärten. Der Trägeranteil ist abhängig von der Gruppenform. „Durchschnittlich hat die Gemeinde Nordkirchen in 2017 pro Gruppe 12.300 Euro als freiwilligen Zuschuss bzw. 616 Euro pro Kita-Platz geleistet. Der Gemeindezuschuss ist von 2009/2010 auf 2018/2019 von rund 117.000 auf rund 241.000 Euro jährlich gestiegen – und hat sich damit mehr als verdoppelt.

Mit diesen Investitionen hat es die Gemeinde in den vergangenen zehn Jahren geschafft, vor allem die U3-Plätze deutlich auszubauen – von 30 im Kindergartenjahr 2008/09 auf 113 im Kita-Jahr 2018/19. Insgesamt kann die Gemeinde im laufenden Kindergartenjahr 377 Kitaplätze anbieten. Mit den geplanten Baumaßnahmen soll die Zahl der Kindergartenplätze auf dann 413 steigen.

Lesen Sie jetzt