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Nordoff/ Robbins- Zentrum feierte die offizielle Eröffnung der Musiktherapie

WITTEN „Der Respekt, den man hier den kranken und behinderten Menschen entgegenbringt, berührt mich immer wieder. Er ist ganz ehrlich und kommt von Herzen.“ Mit diesen Worten umreißt am Dienstag bei der feierlichen Eröffnung des Nordoff/Robbins-Zentrums an der Ruhrstraße eine Frau am Mikrofon ihr Verhältnis zum Haus und zur Musiktherapie.

von Von Susanne Linka

, 28.10.2008
Nordoff/ Robbins- Zentrum feierte die offizielle Eröffnung der Musiktherapie

Konzentriert wartet auch Landtagspräsidentin Regina van Dinther darauf, dass Lutz Neugebauer ihr den Einsatz für die Musikbegleitung des Chors aller Anwesenden angibt.

Sie kommt seit Jahren her, und die Betreuung hat ihr sehr geholfen, die Folgen einer Gehirnentzündung zu überwinden. Musik wird hier als Brücke genutzt, um eine unterbrochene Kommunikation wieder in Gang zu bringen. Zum Beispiel bei Menschen mit Sprachstörungen oder bei geistig Behinderten.

Wärme und Nähe zwischen Therapeuten und Therapierten sind bei der Eröffungsveranstaltung zu spüren, zu der auch die Schirmherrin des Zentrums, die Landtagspräsidentin Regina van Dinther, gekommen ist. Als Ausdrucksmittel schätzt die Chorsängerin die Musik: „Man kann dabei die Seele baumeln lassen, aber auch diszipliniert gemeinsam daran arbeiten“, bekräftigt sie. Dass sie sich entschieden habe, die Schirmherrschaft für das Zentrum zu übernehmen, sei Ausdruck der Wertschätzung für die hier geleistete Arbeit. „Wenn es gewünscht wird, kümmere ich mich auch aktiv“, bietet sie ihre Unterstützung über bloße Besuche hinaus an.

Wie hier gearbeitet wird, das führt Prof. Dr. Lutz Neugebauer, einer der beiden Zentrumsgründer, in Filmeinspielungen vor: Da ist Martin (4) zu sehen, der einfach nicht anfangen wollte zu sprechen. Zu Beginn seiner Therapie schlägt er unkonzentriert auf Trommeln ein, viele Wochen später reagiert er schon sichtbar auf Lutz Neugebauers musikalisches Gesprächsangebot am Klavier.

„Inzwischen spricht er und hat derzeit keinen Therapiebedarf“, verrät Neugebauer. „Wir können in so vielen Fällen helfen“, versichert sein Partner, Prof. Dr. David Aldridge. „Sehr überzeugend“ findet auch Wolfgang Heiliger, Vorsitzender der Landesstiftung Wohlfahrtspflege, die Arbeit des Nordoff/Robbins-Zentrums. Darum sei mit Unterstützung der Stiftung ihr Haus „in „atemberaubenden Tempo“ barrierefrei eingerichtet worden. Auch die „Aktion Mensch“ fördert das Zentrum.