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Noroviren-Verdacht im Krankenhaus

KIRCHLINDE Im katholischen Krankenhaus Dortmund-West sind auf der internistischen Station acht Patienten an viralen Infekten erkrankt. Einen entsprechenden Patientenhinweis an die Stadtteil-Redaktion bestätigte das Krankenhaus gestern auf Anfrage.

von Von Tilman Abegg

, 06.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Bisher deutet alles darauf hin, dass es sich um den Norovirus-Erreger handelt, der Brechdurchfall zur Folge hat.

Das Krankenhaus hat das Gesundheitsamt informiert. Dr. Udo Lepper (Gesundheitsamt) betonte auf Nachfrage, es bestehe keinerlei Grund zur Beunruhigung: "Es greift der übliche Hygieneplan, um die Infektionsketten zu unterbrechen." Das bedeute: Die Hygienemaßnahmen würden penibel umgesetzt, außerdem würden bereits erkrankte Patienten zusammengelegt, um die Ausbreitung weitmöglichst einzudämmen.

Pflegedienstleiter Heiko Dikau: "Das Personal weiß genau, was zu tun ist. A und O ist die Desinfektion der Hände nach jedem Patientenkontakt. Außerdem werden die Toiletten nach jedem Benutzen eingesprüht und der Reinigungsdienst erhöht deutlich seine Frequenz."

Brechdurchfall

Dikau: "Es ist ein hoch infektiöses Virus, das Wärme nur sehr schlecht verträgt." Deswegen trete es vornehmlich im Winter auf und lasse sich durch die hohe Besucher- und Patientenfluktuation "in keinem Krankenhaus vollständig verhindern", so Dikau. Falls die Erkrankung ausbricht, sei die Noroviren-Infektion bei einem gesunden Menschen nach einem dreitägigen Brechdurchfall normalerweise ausgestanden. Der damit einhergehende, hohe Flüssigkeitsverlust könne nur bei "hoch betagten oder sehr kranken" Menschen gefährlich werden, so Dikau: "Aber im Krankenhaus können wir ja sofort entsprechend reagieren."

Grund zu weiter gehender Besorgnis sieht er nicht: "Ich gebe den Patienten ganz normal die Hand. Danach wasche ich mir die Hände, und alles ist in Ordnung."

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