NRW-Kreise an der Grenze zu den Niederlanden beklagen fehlende Impfdosen

Niederlande

Die NRW-Grenzkreise sind aufgrund der direkten Nähe zu den Nachbarn Niederlanden und Belgien besonders vom Coronavirus bedroht. Jetzt fehlen zusätzliche Impfdosen.

Borken

07.04.2021, 19:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dem Kreis Borken kommt eine Pufferfunktion gegenüber dem niederländischen Hochinzidenzgebiet zu. Der Landrat meint nun, es fehlen zusätzliche Impfdosen.

Dem Kreis Borken kommt eine Pufferfunktion gegenüber dem niederländischen Hochinzidenzgebiet zu. Der Landrat meint nun, es fehlen zusätzliche Impfdosen. © picture alliance/dpa

Der Borkener Landrat Kai Zwicker (CDU) beklagt in einem Brief an Nordrhein-Westfalens Landesregierung, dass die Grenzregionen zu den Niederlanden und Belgien nach wie vor keine zusätzlichen Impfdosen erhalten haben. Bereits im März hatten alle NRW-Grenzkreise und die Städteregion Aachen dringend darum gebeten.

„Zu einer entsprechenden Lieferung ist es bislang aber nicht gekommen“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises Borken von Mittwoch. Die Lage habe sich im Vergleich zu den vergangenen Monaten noch deutlich verschärft. Die Niederlande seien als Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko eingestuft worden.

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„Ausdrücklich bittet Dr. Zwicker daher Minister Laumann darum, jetzt die zugesagte Lieferung zusätzlicher Impfdosen in die NRW-Grenzregion zu veranlassen“, heißt es in der Mitteilung des Kreises im westlichen Münsterland. Das Land habe in einer Zusage im März betont, wie wichtig die Aufrechterhaltung des Grenzverkehrs in der Pandemie sei.

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„Dem lässt sich aus hiesiger Sicht vor allem dadurch Rechnung tragen, dass nunmehr tatsächlich zusätzliche Impfdosen auch ausgeliefert werden, so dass die dem Grenzraum zugedachte Pufferfunktion gegenüber den Niederlanden als Hochinzidenzgebiet nachhaltig gestärkt werden kann“, sagt der Landrat.

dpa

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