NRW plant nach den Osterferien keinen Regelunterricht an den Schulen

Wechselunterricht

Wegen der steigenden Corona-Zahlen wird es in NRW auch nach den Osterferien keinen regulären Schulunterricht geben. Doch das Schulministerium will diesmal die Weichen frühzeitig stellen.

25.03.2021, 19:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Referendarin teilt am Morgen vor Unterrichtsbeginn Corona-Schnelltests an Schülerinnen und Schüler aus.

Eine Referendarin teilt am Morgen vor Unterrichtsbeginn Corona-Schnelltests an Schülerinnen und Schüler aus. © picture alliance/dpa

An den Schulen in Nordrhein-Westfalen wird es auch nach den Osterferien keinen regulären Unterricht geben. Zunächst bis zum 23. April sollten die Schüler wie schon jetzt abwechselnd im Klassenraum und zu Hause lernen, schrieb das Schulministerium am Donnerstag in einer Mail an die Schulen.

„Die Landesregierung wird die Entwicklung des Infektionsgeschehens weiterhin aufmerksam beobachten und den Schulstart im Zusammenwirken mit allen Beteiligten nach den Osterferien sorgfältig vorbereiten“, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Das Ministerium versprach den Schulen, dass nach den Osterferien pro Woche zwei Selbsttests für alle Lehrer und die Schüler an weiterführenden Schulen zur Verfügung stünden.

Testangebot gilt nicht für Grundschulen

Für Schüler in Grundschulen gilt diese Zusage zunächst nicht. Die Landesregierung sei aber „bestrebt“, auch Grund- und Förderschülern „schnellstmöglich ein alters- und kindgerechtes Testangebot machen zu können“, schrieb das Ministerium in der Schulmail. Für die Abiturienten soll unmittelbar nach den Osterferien eine gezielte Vorbereitung in den Abiturfächern starten.

Der Unterricht in allen anderen Fächern entfalle für die Abiturienten komplett. Nach Monaten des Distanzunterrichts waren viele Kinder und Jugendliche in NRW in den vergangenen Wochen zumindest tageweise in die Schulen zurückgekehrt. Den Anfang hatten zunächst die Grundschüler und Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen gemacht.

Kompletter Distanzunterricht in schwer betroffenen Regionen möglich

Seit dem 15. März gab es auch für die übrigen Klassen einen Wechsel aus Unterricht in den Klassenräumen und Lernen zu Hause. Zuvor waren die Schüler aller Schulformen seit Mitte Dezember im Distanzunterricht. In besonders von der Pandemie betroffenen Regionen sei auch nach den Osterferien ein kompletter Distanzunterricht möglich.

Bislang hatten Hagen, Wuppertal, der Kreis Düren, der Märkische Kreis, der Oberbergische Kreis und der Kreis Siegen-Wittgenstein die Schüler komplett in den Heimunterricht geschickt. Die Erlaubnis der Landesregierung dafür ist allerdings zunächst bis zu den Osterferien begrenzt. An diesem Freitag ist in NRW der letzte Schultag vor den Ferien.

dpa

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