NRW-Regierung für Umwandlung von Bekenntnisschulen

Neuer Gesetzentwurf

Aus einer katholischen oder evangelischen Grundschule kann eine Gemeinschaftsschule werden, künftig soll das nach dem Willen von SPD und Grünen einfacher gehen. Am Mittwoch wird darüber debattiert.

Düsseldorf

11.12.2014, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
SPD und Grüne in NRW werben für eine Novelle zur Umwandlung von Bekenntnisschulen.

SPD und Grüne in NRW werben für eine Novelle zur Umwandlung von Bekenntnisschulen.

Die GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer bezeichnete das Vorhaben als großen Schritt für alle Kinder. Das gemeinsame Lernen unabhängig von Bekenntnis und Glauben werde erleichtert.  Den NRW-Piraten wiederum gehen die Änderungen nicht weit genug. "Die öffentliche Bekenntnisschule ist nicht mehr zeitgemäß und gehört abgeschafft", forderte der religionspolitische Sprecher der Partei, Michele Marsching, in einer schriftlichen Mitteilung. Die Grundschulen in NRW müssten ausnahmslos allen Kindern offen stehen. Nur so könne dem Anspruch auf Integration und Inklusion Rechnung getragen werden.

Nach Angaben des Schulministeriums gibt es in NRW 2891 öffentliche Grundschulen, 1942 sind Gemeinschaftsschulen, es gibt 876 katholische Bekenntnisschulen und 73 evangelische Bekenntnisschulen.  Gegner des jetzigen Gesetzes fürchten seit Jahren, dass religiös ungebundene Eltern oder Muslime in manchen Kommunen keine andere ortsnahe Schule wählen können und verweisen zudem auf die sinkenden Zahlen der Kinder, die katholisch oder evangelisch getauft sind.