NSU-Terror auf der Bühne

Theaterstück "Schmerzliche Heimat"

Jeder weiß, wie Beate Zschäpe aussieht. „Doch kaum jemand hat ein Bild von den Opfern vor Augen. Das ist schrecklich“, sagt Regisseur Christian Scholze.

Castrop-Rauxel

, 13.10.2014 / Lesedauer: 2 min
NSU-Terror auf der Bühne

Die Geschichte der Familie Simsek ist Thema des Stückes.

Termine: 17.10.2014, 24./25./26.02.2015, 31.03., 01./02.04., 24.06., Kartentel. (02305) 97 80 20.

Der Alltag war geprägt von Beschuldigungen und Verdächtigungen. Behörden und Polizei sei es nur darum gegangen, die Familie in den Mord verwickelt zu sehen – so wie in der Vorlage beschrieben. Der Erzählzeitraum erstreckt sich über 20 Jahre und endet mit der bewegenden Rede von Semiya Simsek bei der Gedenkfeier für die Opfer im Februar 2012. Scholze: „Es ist ein Erinnerungsbuch. Das machte die Adaption zu einer Herausforderung.“ Eine seiner schwierigsten Produktionen wurde das Stück jedoch durch die mentale Belastung. „Die Proben mussten häufig unterbrochen werden, um die Augen zu trocknen. Es ist eine wahnsinnig traurige und düstere Geschichte.“ Scholze, der Semiya Simsek persönlich treffen konnte, ist es wichtig, die Intention der Autorin beizubehalten, nämlich „die Geschichte der Familie ins Bewusstsein zu rücken.“  

Termine: 17.10.2014, 24./25./26.02.2015, 31.03., 01./02.04., 24.06., Kartentel. (02305) 97 80 20.