Nürnberger U-Bahn-Schubser sitzt in Untersuchungshaft

Vor U-Bahn geschubst

In Nürnberg hat ein 32-Jähriger einen Mann nach einem Streit vor eine U-Bahn geschubst. Das Opfer wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Nun wurde Haftbefehl gegen den Verdächtigen erlassen.

Nürnberg

26.12.2019, 14:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei einem Streit auf einem Bahnsteig ist ein 33 Jahre alter Mann am Nürnberger Hauptbahnhof vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen worden. Der Mann wurde bei der Tat lebensgefährlich verletzt.

Bei einem Streit auf einem Bahnsteig ist ein 33 Jahre alter Mann am Nürnberger Hauptbahnhof vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen worden. Der Mann wurde bei der Tat lebensgefährlich verletzt. © dpa

Gegen den 32-Jährigen, der in Nürnberg einen anderen Mann vor eine U-Bahn gestoßen haben soll, ist Haftbefehl erlassen worden. Er sei einem Haftrichter vorgeführt worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Gegen den Mann wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.

Opfer wurde lebensgefährlich verletzt

Zwischen Täter und Opfer soll es in der Nacht zum Mittwoch auf einem Bahnsteig am Nürnberger Hauptbahnhof zu einer Rangelei gekommen sein. Dabei soll der 32-Jährigen dann den anderen Mann vor die einfahrende U-Bahn der Linie 2 gestoßen haben. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt.

Die Feuerwehr musste den 33-Jährigen befreien, anschließend wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Zum genauen Gesundheitszustand konnte der Sprecher am Donnerstag nichts sagen. Aber der Mann lebe. Der Tatverdächtige wurde nach kurzer Flucht von der Polizei gefasst und festgenommen.

Bei der Linie U2 handelt es sich um eine fahrerlose U-Bahn, die in Nürnberg seit mehr als zehn Jahren verkehrt.

Zug-Schubsereien werden immer häufiger

Immer wieder kommt es auf Bahnhöfen zu derartigen, teils schockierenden Taten. Manchmal sind die Täter geistig verwirrt, mal geschehen die Taten mit Vorsatz, mal infolge von Prügeleien. Ende Juli stieß ein Mann in Frankfurt einen Achtjährigen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE. Der Junge starb im Gleisbett, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten.

Am 20. Juli wurde in der niederrheinischen Stadt Voerde eine 34-Jährige von einem 28-jährigen Mann vor eine einfahrende Regionalbahn gestoßen. Die Frau starb an ihren Verletzungen.

RND/dpa

Lesen Sie jetzt