Nur ein Selbsttest pro Kopf - Testtag an Schulen vor den Osterferien

Coronavirus

An den weiterführenden Schulen in NRW soll vor den Osterferien getestet werden - jedoch nur mit einem Selbsttest pro Schüler. Ursprünglich wurden wöchentliche Selbsttests an Schulen angekündigt.

Düsseldorf

15.03.2021, 15:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
An weiterführenden Schulen in NRW soll es vor den Osterferien einen Testtag geben.

An weiterführenden Schulen in NRW soll es vor den Osterferien einen Testtag geben. © dpa

Für Schüler der weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen ist bis zum Beginn der Osterferien am 29. März zunächst nur ein einziger Corona-Selbsttest pro Kopf vorgesehen. Das geht aus der am Montag veröffentlichten neuen Schul-Mail des Ministeriums hervor. Die Schulen sollen demnach sicherstellen, dass es vor den Osterferien einen Test-Tag bei ihnen gibt.

Ursprünglich wöchentliche Tests geplant

Das schulische Personal soll die Durchführung der Selbsttests beaufsichtigen. Die weiterführenden Schulen sollen ab Dienstag die ersten von 1,8 Millionen Selbsttests erhalten, die bis zu den Osterferien verteilt werden. „Darüber hinaus ist es der Landesregierung in den vergangenen Tagen gelungen, die vertraglichen und haushaltsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, um weitere Selbsttests zu beziehen“, erklärte Schul-Staatssekretär Mathias Richter in der Mail. Eigentlich sehen die bisherigen Planungen des Ministeriums vor, dass die Schüler sich künftig einmal pro Woche freiwillig unter Aufsicht in der Schule selbst testen können.

Schulleitungen sollen eigenverantwortlich handeln

„Die Selbsttests sollen nach Vorankündigung der Schule grundsätzlich bei Unterrichtsbeginn im Klassen- oder Kursverband durchgeführt werden“, erläuterte Richter. Auf saubere Hände und gelüftete Räume sei dabei besonders zu achten. Bei einem positiven Schnelltest solle die Schulleitung die Eltern beziehungsweise Ausbildungsbetriebe oder sozialpädagogischen Einrichtungen informieren und entscheiden, ob der betroffene Schüler nach Hause geschickt oder aus der Schule abgeholt werden muss. Busse und Bahnen sollen für die Heimfahrt keinesfalls genutzt werden.

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„Bei positivem Testergebnis besteht keine Meldepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt“, heißt es in der Schul-Mail weiter. „Auch informatorische Kontaktaufnahmen der Schulleitung mit dem Gesundheitsamt oder Nachfragen sollten unterbleiben.“ Die Schulleitung könne sich rechtlich zunächst auf „Gefahr im Verzug“ berufen und in eigener Verantwortung handeln. Ein positiver Selbsttest sei aber durch den sicheren PCR-Test zu bestätigen. Ab dieser Stufe sei die Einbindung des Gesundheitsamts gewährleistet.

Schulministerin äußert sich gegen Kritik

Trotz deutlich steigender Infektionszahlen hatte NRW am Montag begonnen, Schüler weiterer Klassenstufen zum Unterricht in die Schulen zurückzuholen. Dagegen gibt es viel Kritik von Eltern- und Lehrerverbänden sowie der Landtagsopposition. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hielt dagegen: „Durch einen Dreiklang aus Schützen, Impfen und Testen wird der Schulbetrieb ab dieser Woche begleitet, mit dem Ziel, Gesundheitsschutz und Bildungschancen in einem ausgewogenen Verhältnis sicherstellen zu können.“

dpa/lnw

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