OB Scholz will im Baumstreit vermitteln

Malerviertel

OB Ottilie Scholz will einen (letzten) Versuch starten, im Streit um die genehmigten Baumfällungen im Malerviertel zu vermitteln. Baugenossenschaft und Mieterverein haben Gesprächsbereitschaft signalisiert. Große Hoffnung, dabei eine von allen getragene Lösung zu finden, hat Aichard Hoffmann vom Mieterverein allerdings nicht.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 03.11.2010, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie verhärtet die Positionen sind, wurde am Mittwoch im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden deutlich. Die Bürgerinitiative legte kurzfristig neue Unterlagen vor, um ihre Rechtsposition zu erhärten. Im Kern geht es darum, ob die von der Stadt schon vor Monaten erteilte Fällgenehmigung auf Grund falscher Einschätzungen zu Stande gekommen ist oder nicht. Die Verwaltung bekräftigte am Mittwoch erneut ihre Position, wonach die Bäume so stark geschädigt sind, dass sie gefällt werden dürfen. Die Gegenseite sieht das völlig anders. Unterstützt wird die Bürgerinitiative dabei vom Mieterverein. Beide üben zugleich Kritik an der Baugenossenschaft. Heftige Kritik an Verantwortlichen "Seit Monaten warten wir auf eine Mieterversammlung", übten am Rande der Sitzung einige Mieter heftige Kritik an den Verantwortlichen. In der Sache selbst geht es darum, dass die Baugenossenschaft in dem Viertel auf den Freiflächen Veränderungen plant. Dabei geht es nach ihrer Aussage darum, das Gelände so zu verändern, dass das Regenwasser nicht mehr so stark gegen die Hauswände drückt. Dafür müssten allerdings auch Bäume gefällt werden.Vermittlungsgespräch Ob das wirklich alle Bäume sein müssen, für die eine Fällgenehmigung erteilt worden ist, will die Oberbürgermeisterin im Vermittlungsgespräch herausfinden. "Dabei geht es nicht um die Frage, ob der Baum kaputt ist oder nicht", gab die Oberbürgermeisterin schon einmal die Richtung des Treffens vor. "Es geht um das Sanierungsvorhaben der Genossenschaft." Mit großer Mehrheit hat der Ausschuss am Mittwoch zur Kenntnis genommen, dass die Fällgenehmigung der Stadt rechtmäßig ist und deshalb nicht zurück genommen werden kann. Bei nur einer Gegenstimme wurde zudem ein weiteres Baumgutachten abgelehnt.