Obduktion: 52-jährige Borkenerin wurde erstochen und erdrosselt – Haftbefehl beantragt

Tötungsdelikt in Borken

Ein Tag nach dem Fund einer Leiche in Borken liegen die Obduktionsergebnisse vor. Dringend tatverdächtig ist der Ex-Lebensgefährte, der sich aber an nichts erinnern will.

Borken

02.01.2020, 13:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Obduktion: 52-jährige Borkenerin wurde erstochen und erdrosselt – Haftbefehl beantragt

In der Karl-Leisner-Straße in Borken hat sich in der Neujahrsnacht ein Drama abgespielt. Eine 52-jährige Frau wurde erstochen. © Markus Schönherr

Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen einen 59-jährigen Borkener beantragt. Er wird verdächtigt, seine Ex-Lebensgefährtin in der Neujahrsnacht erstochen zu haben.

Laut Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Borken und der Polizei Münster hat der Mann in seiner polizeilichen Vernehmung angegeben, sich nicht an das Geschehen erinnern zu können. Er räumte jedoch ein, sich mit dem 52-jährigen Opfer immer wieder gestritten zu haben, so auch in der Tatnacht.

Obduktion erfolgte am Neujahrstag

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erfolgte am Neujahrstag die Obduktion der Verstorbenen. „Die Rechtsmediziner haben festgestellt, dass die zahlreichen Messerstiche und zusätzlich ein Drosseln den Tod der 52-jährigen Frau verursacht haben“, erläuterte Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape das Ergebnis am Donnerstag.

Der 59-Jährige und die 52-jährige Verstorbene führten keine feste Beziehung mehr, trafen sich jedoch in unregelmäßigen Abständen in der Wohnung der 52-Jährigen an der Karl-Leisner-Straße in Borken. Sie hatten auch das gemeinsame Sorgerecht für die sechsjährige Tochter.

„Warum der Streit zwischen dem 59-Jährigen und seiner Ex-Lebensgefährtin derart eskalierte, ist Gegenstand der Ermittlungen“, erklärte der Leiter der Mordkommission, Ulrich Bux.

Sechsjährige Tochter befand sich in der Wohnung

Die Polizei wurde in der Neujahrsnacht gegen 2.40 Uhr alarmiert, weil Zeugen Hilferufe aus der Wohnung gehört hatten. Als die Polizisten vor Ort eintrafen, öffnete der 59-Jährige die Tür – mit blutverschmierter Kleidung. Die sechsjährige Tochter befand ich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls in der Wohnung.

Die Staatsanwaltschaft Münster hat beim zuständigen Amtsgericht Haftbefehl wegen Totschlags gegen den Beschuldigten beantragt. Er wird noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an.

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