Oberstufenschüler wählen vorab den Landtag

Phoenix-Gymnasium

HÖRDE Sieben Wochen vor der Landtagswahl legten die Oberstufenschüler des Phoenix-Gymnasiums ihren Landtagskandidaten die Karten: Sie wollen Qualität an den Schulen und Universitäten und ein solide finanziertes Bildungssystem ohne Studiengebühren.

von Von Peter Bandermann

, 22.03.2010, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach den Antworten von Claudia Middendorf auf der einen und Gerd Bollermann und Enno Wiesner auf der anderen Seite wissen sie, woran sie sind: Die CDU will die Hochschulen auch mit Studiengebühren finanzieren, während für SPD und Grüne feststeht: „Die Studiengebühren müssen weg. Bildung muss kostenlos sein. Der Staat hat dafür zu sorgen.“ Sagte Gerd Bollermann. Studiengebühren – für die Grünen in NRW ein rotes Tuch. Enno Wiesner stellte klar, wie eine Hochschulpolitik ohne Gebühren finanzierbar sei: Über eine Umschichtung des Solidaritätszuschlags in die Bildungspolitik. Das Land könne so 500 Millionen Euro einnehmen. Seine Position begründet er so: „Studiengebühren halten aus Angst vor Verschuldung vom Studium ab.“ Claudia Middendorf betonte, wie wichtig die Studiengebühren seien. Immerhin könnten die Hochschulen selbst entscheiden, wofür sie das Geld ausgeben – und die Studierenden könnten mitreden. So reagierte sie auf die Kritik über überfüllte Hörsäle: „Auf Treppen und Teppichen zu sitzen kann nicht die Zukunft der Bildung sein.“ Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage der Ruhr Nachrichten unter den Schüler: Vor Ort siegt Gerd Bollermann, im Land liegt seine Partei, die SPD, deutlich unter CDU und Grünen.

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