Ölverschmierte Greenpeace-Aktivisten demonstrieren vor der BP/Aral-Zentrale

Protestaktion in Bochum

BOCHUM Knapp 100 Tage nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexico wird in London die Halbjahresbilanz von BP vorgestellt. In Bochum demonstrieren zur selben Zeit Greenpeace-Aktisten vor der deutschen Firmenzentrale gegen den Ölkonzern. "BP: Raus aus der Tiefsee" fordern sie.

von Von Wiebke Plöger

, 27.07.2010, 12:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
15 ölverschmierte Greenpeace-Aktivisten demonstrierten vor der BP-Zentrale gegen Tiefsee-Bohrungen.

15 ölverschmierte Greenpeace-Aktivisten demonstrierten vor der BP-Zentrale gegen Tiefsee-Bohrungen.

15 Aktivisten aus Bochum und Umgebung haben mit einem gelben Banner und großformatigen Bildern der Ölkatastrophe vor dem Gebäude an der Wittener Straße positioniert. Bekleidet sind sie nur mit Schwimmsachen und Öl. Logische Konsequenz "Natürlich ist es kein richtiges Öl, sondern Rübenkraut", erklärt Tim Petzold. Die Optik ist verblüffend und kleben tut es auch. "Es muss ein Umdenken bei BP stattfinden", sagt Karsten Smid, Energieexperte bei Greenpeace und extra für die Aktion aus Hamburg angereist. "Die einzig logische Konsequenz aus der Ölkatastrophe kann nur sein, sich von der Tiefsee-Ölförderung zu verabschieden", ergänzt er. Verarbeiten und veräußern Doch der Konzern habe das noch nicht erkannt. So plane BP in den kommenden Jahren 20 Milliardne Dollar in weitere Ölförderprojekt in der Tiefsee zu investieren. "Daher machen wir mit unseren Aktionen in Bochum weiter", erklärt Karsten Smid. "Eigentlich müsste diese Aktion in London stattfinden", sagt Detlef Brandenburg, Pressesprecher der deutschen BP. Denn dort würden die Unternehmensstrategien entschieden. "Wir in Deutschland betreiben zudem keine Ölförderung, sondern verarbeiten und veräußern lediglich", erklärt er weiter.