Oespeler Ortskern wird zur Festmeile

OESPEL „Es war immer was los“, freute sich Thomas Cuylen, Vorsitzender des Gewerbevereins Oespel, über das Programm und den Anklang bei den Besuchern des zweitägigen Straßenfestes in Oespel. „Es war immer was los“, freute sich Thomas Cuylen, Vorsitzender des Gewerbevereins Oespel, über das Programm und den Anklang bei den Besuchern des zweitägigen Straßenfestes in Oespel.

von Von Karin von Cieminski

, 02.06.2008, 18:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erntete bei den Besuchern des Oespeler Straßenfestes so manchen herzhaften Lacher: Kabarettist Bruno Knust alias „Günna“ mit bissigen Kommentaren und Scherzen.

Erntete bei den Besuchern des Oespeler Straßenfestes so manchen herzhaften Lacher: Kabarettist Bruno Knust alias „Günna“ mit bissigen Kommentaren und Scherzen.

Ein Höhe-Punkt war das Kistenstapeln und -klettern, mit dem einige Helfer des evangelischen Jugendreferates aus Witten häufig auf Festen für sportlichen Ehrgeiz sorgen. Sie reichten den mit Seilen und Karabinerhaken gesicherten „Hochstaplern“ die Kisten. „Es schaffte sogar jemand 19 von 20 Kisten“, erzählte Helfer Andreas, „hier haben aber erstmal nur Kinder mitgemacht, obwohl Erwachsene auch durften.“

Die Erwachsenen traf man eher an den Essens- und Getränkeständen und den Ständen der örtlichen Geschäfte. „Wir haben 37 Mitgliedsfirmen im Gewerbeverein Oespel, bei denen sollten sie anfragen, wenn sie etwas brauchen“, warb Cuylen für den Zusammenhalt.

Trachtentruppe

Um den Zusammenhalt in Oespel, Dortmund und weiteren Geschichten aus dem Ruhrgebiet ging es auch beim Auftritt des Kabarettisten Bruno „Günna“ Knust. Er begrüßte Publikum und anwesende „Trachtengruppe“, also Polizei, und erntete jede Menge Lacher. Auch Zuschauer und Vorbeigehende wurden von bissigen Kommentaren nicht verschont: „Das Laufen solltest Du dir besser noch mal bei Heidi Klum und Bruce Darnell abschauen.“ Sprach er und gab selbst ein vom Publikum bejubeltes Beispiel. Sportliches Laufen kam auch dran: „Jetzt sehe ich statt Nordic Walking immer mehr Ruhrpott Walking: Statt Stöcken sind in einer Hand das Handy, in der anderen die Zigarette.“ Der Platz um die Bühne füllte sich immer mehr. Und die Band „Schampus deluxe“ übernahm das musikalische Programm mit Coverhits. „Die Regenschauer haben die Stimmung etwas gedrückt, aber Besucherzahl und Getränkeumsatz waren erstaunlich gut“, freute sich Cuylen.

Lebende Kickerfiguren

Bei Traumwetter fing das Fest am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst auf der Kreuzung an. Danach gab es wieder viele Spiele für Kinder und weitere Musikbands und ein Fußballturnier der Extraklasse: Acht Mannschaften stellten sich als Lebend-Kicker auf einem 15 mal fünf-Meter-Feld auf und mussten wie in der Tischkicker-Version an Stangen haftend zocken. Mit lustiger Moderation von der Bühne war es ein besonderer Wettkampf für Zuschauer und auch Spieler. „Obwohl es nur ein Spaßturnier war, entwickelten die Spieler einen ganz schönen Ehrgeiz“, staunte Cuylen, „und waren danach richtig fertig.“

 

 

 

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