Ohne Eishalle fehlt es Unna an Treffpunkten

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Dass die Stadt nach einer Aufgabe der Eishalle nichts mehr für junge Menschen zu bieten habe, diese Kritik greifen auch die Nachwuchsorganisationen der Unnaer Parteien auf. Auch sie teilen die Sorge, dass ihrer Generation die Treffpunkte ausgehen, und bieten sich für Gespräche an.

Unna

, 06.07.2018 / Lesedauer: 2 min

„Das Besondere an der Eishalle war, dass es ein Ort war, an den man auch ohne eine Vereinsmitgliedschaft gehen konnte“, erklärt etwa Sarah-Lee Heinrich als Sprecherin der Grünen Jugend gegenüber unserer Redaktion. Während die Ratsfraktion der Grünen auch aus ökologischen Gründen Bedenken am Erhalt einer Eishalle äußerte, spricht Heinrich von der „Angst, dass es dann nichts mehr gibt, außer sich auf Schulhöfen zu treffen“. Daher sei die Situation der Eishalle ein Thema, das auch die politische Jugend angehe. Bemerkenswert dabei: Heinrich regt eine gemeinsame Aktion der Nachwuchsorganisationen aller Parteien an. „Es mag doch zum Beispiel Leute geben, die sich bei den Grünen nicht richtig aufgehoben fühlen und trotzdem etwas tun möchten.“

Heinrich meint, die junge Generation müsse zwar „die Politik nicht unter Druck setzen, aber daran erinnern, dass Handlungsbedarf besteht“. Ähnlich wertet es Fabian Degen, Vorsitzender der Jungen Liberalen. „In Unna fehlt ein Konzept, was Angebote für jüngere angeht. Da ist inzwischen vieles geschlossen worden, während in die Stadthalle Geld gesteckt wird. Und so kriegen wir gerade mit Ach und Krach und viel bürgerschaftlichem Engagement ein einziges Freibad erhalten, während das kleinere Fröndenberg zwei hat.“

Die Jusos schalten sich in die „Realpolitik“ ein. In der kommenden Woche treffen sie sich außerhalb des normalen Terminplanes, um über die Situation der Eishalle zu sprechen. Für einen Termin im August sind Mitglieder der Bürgerinitiative „Unna braucht Eis“ eingeladen, gibt Unnas Juso-Vorsitzender Philipp Kolar zu wissen.

Die Junge Union war in der zurückliegenden Woche die erste politische Nachwuchsorganisation, die sich zur Eishalle zu Wort gemeldet hatte. Sie fordert dazu auf, dem Modell einer Eishalle in bürgerschaftlicher Trägerschaft eine Chance zu geben, wenn damit keine zusätzliche Kostenbelastung für die Stadt verbunden ist.