Ohne Erinnerung hat die Zeit kein Gesicht

Hugo Ernst Käufer

"Die Freiheit geht hier an Krücken, der Fortschritt wird täglich erschossen". Zeilen wie diese finden sich in der neuen Ausstellung des Kunstmuseums auf Haus Kemnade. Sie stammen von Hugo Ernst Käufer, der im Mai mit 87 Jahren starb. Künstler haben seine Texte in ihre Bilder integriert.

KEMNADE

, 12.09.2014, 05:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ohne Erinnerung hat die Zeit kein Gesicht

Werner Streletz, H.D. Gölzenleuchter, Waltraud Richartz-Malmede und Hans Günter Golinski (v.l.) erinnern an Hugo Ernst Käufer.

Die Ausstellung wird am Samstag, 13. September, 17 Uhr, auf Haus Kemnade eröffnet. Sie läuft bis 11. Januar, Do-So 12-18 Uhr. Volker W. Degener hält bei der Eröffnung der Ausstellung in der Stadtbücherei, Gustav-Heinemann-Platz 2-6, am Donnerstag, 18. September, 20 Uhr, einen Vortrag. Schauspielerin Veronika Nickl liest Lyrik und Aphorismen Käufers.

Werner Streletz und H.D. Gölzenleuchter, Weggefährten Käufers, brauchten keine große Überredungskunst, um gleich zwei städtische Institutionen zu bewegen, Käufer in Ausstellungen zu würdigen. Museumsdirektor Hans Günter Golinski stellt auf Haus Kemnade „Käufer und die bildenden Künstler“ vor. Grieshaber, Paul Reding, Artur Cremer-Acre, Gerhard Marcks und Gölzenleuchter haben seine Zeilen illustriert oder ihm Werke gewidmet. Käufer sammelte auch selbst Kunst. Seine umfangreiche Grieshaber-Sammlung wurde 1999 durch die Stiftung der Sparkasse erworben und dem Museum als Dauerleihgabe überlassen. Teile davon sowie private Leihgaben sind jetzt zu sehen.

Sparkassen-Direktor Fritz Bahlo hatte den Erwerb der Grieshaber-Sammlung initiiert, aber auch selbst gesammelt. Malerbriefe, Holzschnitte und bibliophile Bücher gingen nach seine Tod ebenfalls an das Kunstmuseum und werden jetzt ebenfalls auf Haus Kemnade gezeigt. Waltraud Richartz-Malmede, Chefin der Stadtbücherei Bochum, zeigt in der Zentralbücherei im BVZ in einer zweiten Ausstellung das literarische Werk Käufers. Streletz hat dafür aus dem Nachlass, der im Heine-Institut in Düsseldorf ist, frühe Werke des Autors nach Bochum geholt. Viele der Bücher können auch ausgeliehen werden.

Die Ausstellung wird am Samstag, 13. September, 17 Uhr, auf Haus Kemnade eröffnet. Sie läuft bis 11. Januar, Do-So 12-18 Uhr. Volker W. Degener hält bei der Eröffnung der Ausstellung in der Stadtbücherei, Gustav-Heinemann-Platz 2-6, am Donnerstag, 18. September, 20 Uhr, einen Vortrag. Schauspielerin Veronika Nickl liest Lyrik und Aphorismen Käufers.

Schlagworte: