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Klönkaffee mit Basar

OLFEN Fast ein halbes Jahrhundert ist die Lepra-Gruppe St. Vitus schon aktiv. Mit ihren 44 Jahren gehört sie zu den ältesten Gruppen im Deutschen Aussätzigen Hilfswerk (DAHW), das kürzlich in Würzburg sein goldenes Jubiläum feierte. Und nun hat sich die Olfener Lepra-Gruppe etwas Neues einfallen lassen: Zusäzlich zu ihren traditionellen Basaren will sie einen Klönkaffee anbieten.

von Von Matthias Münch

, 07.11.2007

Dieser soll erstmals am Samstag (17. November) von 11 bis 18 Uhr im Leohaus stattfinden.

Vor dem Volkstrauertag

"Eigentlich wollten wir die Veranstaltung am 18. November nach der Sonntagsmesse durchführen", erzählt die Leiterin der Gruppe Elisabeth Prott. Die Plakate dafür waren auch schon gedruckt. Aber dann stellte sich heraus, dass am Volkstrauertag kein Basar erlaubt ist, nicht einmal wenn er ausschließlich wohltätigen Zwecken dient. Deshalb musste der Klönkaffee um einen Tag, auf den Samstag, vorverlegt werden.

Dabei wird es nicht nur Kuchen, Kaffee und Schnittchen geben. Vielmehr verkauft die Lepra-Gruppe auch ihre Waren wie Dekorations- und Geschenkartikel, warme Socken, Topflappen, Hand-, Trocken- und Taschentücher. Das meiste davon haben die 32 Aktiven der Lepra-Gruppe selbst hergestellt.

Großer adventlicher Tisch

Diesmal haben sie sich eine besondere Art der Präsentation einfallen lassen. Ein großer Mustertisch wird so gedeckt, wie man ihn auch zu Hause schön gestalten könnte: eine adventliche Kaffeetafel mit Kerzen und Engeln, Gestecken und Körben.

Der Verkaufserlös ist wie immer für die weltweite Arbeit des DAHW bestimmt, denn in vielen Ländern ist die Lepra noch nicht besiegt.

Ein Teil der Einnahmen des Klönkaffees geht wieder an das in Olfen wohl bekannte Projekt von Schwester Lia Schwarzmüller in Tansania. Über die Arbeit dieser engagierten Ordensschwester hörte die Lepra-Gruppe am Montag einen Bildervortrag von Franz Tönnes, Öffentlichkeitsreferent der DAHW-Zentrale Nordwest in Münster. Er hatte Tansania im Jahr 2006 besucht.

Lepra immer mehr zurückgedrängt

Eindrucksvoll schilderte er, wie Schwester Lia in ihrer fast 50-jährigen Tätigkeit die Lepra immer weiter zurückdrängte. Tönnes dokumentierte dies mit Fotos der schrumpfenden Berge von Krankenakten. Die heute noch zu betreuenden Kranken werden nicht mehr als "Aussätzige" gemieden, sondern im normalen Krankenhaus versorgt. Im Alter von 95 Jahren ging Schwester Lia Anfang dieses Jahres in den Ruhestand mam

 

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