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Olfen: Umgekippter Kran geborgen

OLFEN Kurz vor Mitternacht konnte der umgestürzte Autokran aus dem Dortmund-Ems-Kanal bei Olfen geborgen werden. Um 23.45 Uhr wurde der Schiffsverkehr auf dem Kanal wieder frei gegeben.

von Von Matthias Münch

, 27.11.2007

Um in der Dunkelheit arbeiten zu können, hatten die Baufirmen starke Scheinwerfer aufgestellt. Gegen 18.30 Uhr war der Bergungskran an der Unfallstelle eingetroffen. Dann wurde der havarierte Kran mit aller Vorsicht wieder aufgerichtet. Am Dienstagmorgen lief der Betrieb an der Baustelle schon wieder weitgehend normal. Der geborgene Kran wurde durchgecheckt und für den Abtransport zur Reparatur vorbereitet.

Derweil wurde auf der anderen Kanalseite, direkt gegenüber der Unfallstelle am alten Straßentunnel über der B 236, ein Gittermastkran aufgestellt. Bauaufseher Ralf Lueg vom Wasserstraßen-Neubauamt geht davon aus, dass dieser Kran sicher steht. Mit ihm sollen Rammarbeiten im Zuge des Rückbaus des alten Tunnels ausgeführt werden. Für diesen Rückbau und die Aufschüttung des Kanaldamms werden noch einmal tausende von Tonnen Erdreich bewegt.

Die Ermittlungen in der Sache hat jetzt das zentrale Kriminalitätskommissariat der Wasserschutzpolizei in Duisburg federführend übernommen. Erste Ergebnisse liegen vor, wie Achim Blättermann, Pressesprecher des zuständigen Polizeipräsidium in Duisburg, auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Demnach habe wahrscheinlich eine Fehleinschätzung des Kranführers zu dem Unfall geführt. Er soll den Ausleger zu weit ausgefahren haben. Der Kranführer, so der Pressesprecher, msse aber keine strafrechtlichen Konsequenzen befürchten, weil niemand zu Schaden gekommen ist. Eine untergeordnete Ursache für das Umkippen des Krans haben möglicherweise auch noch die Windverhältnisse gespielt. „Am Montagvormittag herrschte dort Windstärke 6“, erklärte Achim Blättermann.

Drei Ermittlungen

Mit dem Unfall vom Montag ermitteln Staatsanwaltschaft und Wasserschutzpolizei nun schon in drei Fällen am Dortmund-Ems-Kanal in Olfen. Die große Havarie im Oktober 2005 an der Lippebrücke in Vinnun hatte einen Schaden von 10 bis 15 Millionen Euro zur Folge. Dann folgte der Störfall an gleicher Stelle im März 2006, der erneut zum Erliegen der Schifffahrt führte. Zwischen diesen beiden Fällen gibt es möglicherweise einen Zusammenhang. Hauptkommissar Thorsten Heske (Foto), Leiter der Wasserschutzpolizei in Datteln, erwartet Ende des Jahres erste Untersuchungs- ergebnisse.

  

  

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