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Olfen wird älter

OLFEN Der demografische Wandel macht auch vor Olfen nicht halt. Einen Bericht zur "Bevölkerungsentwicklung in Olfen" legte Hermann Henke (Foto) von der Bezirksregierung Münster auf Einladung des CDU-Stadtverbands in der Stadthalle vor.

von Von Antje Pflips

, 28.11.2007
Olfen wird älter

Herbert Henke von der Bezirksregierung Münster stellte den Demographiebericht 2005 vor.

Berücksichtigt wurde dabei der Zeitraum von 1976 bis 2006. In diesen Jahren stieg die Bevölkerungszahl in Olfen stetig an (1976: 7.720 E. / 2006: 12.307 E.). Doch wird in Zukunft Olfen aus der "natürlichen" Entwicklung heraus abnehmen.

Bis 2030 wird ein stabiles Niveau prognostiziert, danach kommt es zum Einwohnerrückgang. Schon 2006 erfolgte der Umbruch vom Geburtenüberschuss hin zu weiterhin stark steigenden Sterbefällen.

Das können auch Zuzüge nicht mehr ausgleichen, denn auch in anderen Gemeinden sieht es ähnlich aus. Gründe für diese Entwicklung sieht Hermann Henke in folgenden Faktoren: Die Lebenserwartung stieg bei Frauen von 74 auf 83 Jahren und Männern von 68 auf 77 Jahren an.

In 2006 99 Sterbefälle

Dadurch verlagerten sich die Sterbefälle auf eine höheres Alter. In 1976 wurden 63 Sterbefälle verzeichnet, in 2006 bereits 99. Seit 1985 wird diese steigende Tendenz beobachtet.

Im Gegensatz dazu stehen die sinkenden Geburtenzahlen. Zur Bestandserhaltung einer Gesellschaft ist ein errechneter Wert (TFR) von 2,1 notwendig. In Olfen liegt er bei 1,4. Dies hat zur Folge, dass jede nachfolgende Kindergeneration um ein Drittel kleiner ist als die ihrer Eltern. Entscheidend ist dafür auch das Alter einer Frau, in der sie ihr erstes Kind bekommt. Das Durchschnittsalter der Frauen liegt mit 31 Jahren zwar nur ein Jahr über dem vpn 1976, doch wurden 2006 nur 164 Kinder geboren (1976: 203).

Zurückgehender Geburtenüberschuss

Der Zeitraum im Leben einer Frau für Geburten wird immer kürzer, woraus ein zurückgehender Geburtenüberschuss folgt. "Wir müssen den Wandel erkennen und darauf reagieren," appellierte Henke. "Er ist unausweichlich, langfristig angelegt und unumkehrbar."

Ein immer stärker werdender Wettbewerb um weniger werdende Einwohner würde einsetzen.

Dabei müssten Kommunen, Wirtschaft und Industrie zusammenarbeiten. Denn der Wandel habe Auswirkungen auf Wohnungsmarkt, Pflegeinfrastruktur, Erwerbstätigkeit, Bildung und Qualifizierung.

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