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Russische Kammerphilharmonie zwischen Barock und Moderne

20. Silvesterkonzert des KuK

Hochkarätig, elegant und stimmungsvoll ließen sich rund 300 Stadthallen-Besucher mit den schönsten Melodien großer alter Meister auf das neue Jahr einstimmen. Der Kunst und Kulturverein hatte zum 20. Silvesterkonzert eingeladen und präsentierte ein Ensemble der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg.

OLFEN

von Von Edith Möller

, 02.01.2011
Russische Kammerphilharmonie zwischen Barock und Moderne

Sopranistin Diana Petrova begeisterte die Zuhörer.

Von Barock bis zur Moderne reichte das vielseitige Repertoire. Das Publikum konnte mit seiner Begeisterung nur schwer hinterm Berg halten. Das erste "Wow" ließ sich beim Klarinetten-Solo vernehmen, einem Stück von Bach aus der Orchestersuite Nr. 2 h-moll. Es folgten Bravo-Rufe für die gezupfte Polka "Pizzicato" von Strauß und natürlich für die "St. Petersburger Schlittenfahrt" von Eilenberg, die nicht fehlen durfte. Brilliante Sopranistin Den Glanzpunkt des Abends setzte die Sopranistin Diana Petrova, die nicht nur eine atemberaubende Stimme vorzuweisen hatte. Mit einem traumhaften Abendkleid und ihrer charmanten Ausstrahlung verzauberte sie ihr Publikum von der ersten Minute an. Eine Besucherin bedauerte es, so weit hinten zu sitzen. Sie hätte gerne mehr von der Anmut der Sängerin mitbekommen.

Diana Petrova, die zu den besten Nachwuchssängerinnen ihres Fachs gehört, sang sich nicht nur mit einer sensationellen Stimme in die Herzen der Zuhörer.

Ihre Arien unterstrich sie zudem mit einer temperamentvollen Ausdrucksstärke, mal feurig, mal gefühlvoll, mal amüsiert. Und das vor allem bei der Königin der Nacht aus der Oper "Die Zauberflöte" von Mozart und nicht zuletzt beim Herrn Marquis aus der Strauß-Operette "Die Fledermaus". Schauspielerisches Talent zeigte die Sopranistin beim "Puppenlied" aus der Oper "Hoffmanns Erzählungen" von Offenbach. Die Sängerin ließ sich auf die Bühne tragen. Ihr steifer Körper wurde ausgerichtet und aufgedreht. Zwischendurch musste sie nochmals "aufgezogen" werden. Für ihre Komik erntete Diana Petrova viele Lacher, Bravo-Rufe und Applaus.

Spritzig, humorvoll und dann auch noch lehrreich war die Moderation des KuK-Vorsitzenden Franz Frye. Er analysierte unter anderem das Wort "Harmonie" und schaffte es, mit viel Humor und einer unerschöpflichen Aneinanderreihung wahrer Zungenbrecher die Zuhörer zu faszinieren und in ein erfolgreiches, gesundes und harmonisches 2011 zu schicken.

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