Oona und Salinger

Frédéric Beigbeder

Der französische Autor Frédéric Beigbeder erfindet - aus Mangel an Fakten - eine Liebesgeschichte, die es wirklich gegeben hat: die von Oona O´Neill und J. D. Salinger.

19.04.2015, 13:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit leichter Ironie erzählt Beigbeder eine Episode aus dem Leben des Kultautors von "Der Fänger im Roggen". Der Autor vermutet, dass die keusche Affäre mit Oona Salinger dazu inspiriert haben könnte.

Sommer-Romanze

Oona ist gerade einmal 15 Jahre alt, als der angehende, ebenfalls noch junge Schriftsteller Salinger die schöne Mädchenfrau in den 1940er-Jahren im Kreis ihrer Freundinnen und Truman Capote in einem verrauchten Nachtclub in New York trifft. Einen Sommer dauert die Romanze, für die Beigbeder hübsch blasiert-verliebte Dialoge kreiert hat.

Doch der Ton ändert sich: Denn Salinger zieht in den Krieg, Oona nach Los Angeles. Dort wird sie Charlie Chaplin heiraten, deshalb beantwortet sie auch Salingers Liebesbriefe nicht. Die Berichte aus dem Krieg haben natürlich nichts Romantisches mehr, aber ein letztes Treffen nach vielen Jahren gestattet Autor Beigbeder seinen Protagonisten.

 

Frédéric Beigbeder: Oona und Salinger, 306 S., Piper, 19,99 Euro, ISBN 978-3-492-05415-7.