Opel-Betriebsrat: Angst vor der Insolvenz

BOCHUM Beim Bochumer Opel-Betriebsrat wächst die Sorge vor einer Insolvenz nachdem die Gespräche mit dem potentiellen Investor Magna zu keinem konkreten Ergebnis geführt haben.

von Von Thomas Aschwer

, 01.10.2009, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Damit wächst gleichzeitig die Angst vor Werksschließungen und Massenentlassungen. "Wir brauchen jemand, der Geld mitbringt", sagt der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel. Ob das wirklich Magna sein wird, vermag er nach den gestrigen Gesprächen in der Nähe Wiesbadens nicht wirklich einzuschätzen. "Schau´n wir mal, wie das zu Ende geführt werden kann." Zu unübersichtlich scheint die Gesamtlage.

Was fordert Magna? Laut Einenkel haben die Unternehmensvertreter gestern erneut bekräftigt, dass die Gesamteinsparungen aller europäischen Werke von insgesamt 265 Mio. Euro nicht verhandelbar sind. "Sie sind für Magna fix", sagt der Bochumer Betriebsratsvorsitzende. Gleiches gelte für die abzubauenden Arbeitsplätze, 10 500 europaweit.

Woran sind die Gepräche vorläufig gescheitert? Die Betriebsratsvorsitzenden der Werke in England, Belgien und Spanien haben laut Rainer Einenkel die Sorge, dass sie am Ende besonders stark von den Umstrukturierungen betroffen sind. Im Gegensatz zum Standort Bochum haben sie keine Verträge, die die Werksschließung ausschließt. Zudem haben sie keine schriftlich fixierte Zusage, dass es nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommt. Genau diese beiden Punkte haben sie gestern gefordert. "Magna wollte keine entsprechenden Zusagen machen", sagt Einenkel.

Wie geht es jetzt weiter? Nachdem der von Magna gesetzte Zeitplan mit der "Deadline 1. Oktober" nicht eingehalten wurde, soll in weiteren nationalen Gesprächen eine Lösung gesucht werden. Dabei gibt es laut Einenkel keine erneute Vorgabe, dass die Verhandlungen bis zu einem bestimmten Termin abgeschlossen sein müssen. Die Zukunft Opels bleibt ungewiss.