Opel-Broschüre löst Entsetzen aus

Betriebsrat hat reagiert

Wieder Klagen bei Opel. Anlass ist diesmal nicht die Werksschließung. Sondern eine neu aufgelegte Firmenbroschüre. Diese wird in den nächsten Tagen an die Beschäftigten in den deutschen Standorten verteilt. Nicht so an die Bochumer Mitarbeiter.

BOCHUM

, 17.12.2013, 18:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Opel-Broschüre löst Entsetzen aus

Heiß her geht es in diesen Tagen wieder einmal bei Opel in Bochum. Auslöser war eine neue Broschüre.

Deutliche Worte, die Unternehmenssprecher Alexander Bazio im Gespräch mit unserer Zeitung einzuordnen versucht. Es müsse zunächst geklärt werden, wie die Broschüre zu bewerten ist. „Handelt es sich um ein Unternehmensportfolio, dann müssen alle Standorte berücksichtigt werden.“ Aus seiner Sicht ist diese Frage mit einem klaren „Nein“ zu beantworten. „Diese Broschüre soll aufzeigen, welcher Ruck durch das Unternehmen gegangen ist und zugleich erste Erfolge aufzeigen.“ Dazu gehöre sicher nicht eine Werksschließung.

Deshalb habe das Unternehmen auch entschieden, die Broschüre nicht an alle Beschäftigten im Bochumer Werk zu verteilen. „Wir wollen uns respektvoll gegenüber den Mitarbeitern verhalten.“ Wer das Heft haben möchte, werde es aber selbstverständlich bekommen. Zugleich widersprach Alexander Bazio dem Vorwurf, dass die Beschäftigten der anderen Standorte eine Weihnachtsbotschaft des Vorstandes bekommen haben, die Beschäftigten in Bochum aber nicht. Vielmehr sei es so gewesen, dass es zu der Broschüre ein Begleitschreiben gab. „Dabei ist natürlich Frohe Weihnachten gewünscht worden.“ Der Vorstand habe keinesfalls die Mitarbeiter in Bochum vergessen. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Thomas Neumann habe gestern den Beschäftigten im Revier direkt geschrieben. Erklärungsversuche, die den Betriebsrat nicht besänftigen können. Rainer Einenkel beklagt, dass es keinen neuen Verhandlungstermin für den geplanten Sozialtarifvertrag gibt. „Erst recht gibt es keinen unterschriebenen Vertrag.“

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