Opel gewinnt Streit um Übernahme

Jugendvertreterin muss gehen

Schlechte Nachrichten sind die Bochumer Opel-Arbeiter inzwischen gewohnt. Für Jugendvertreterin Verena Vöhringer wird es nun jedoch besonders bitter. Die 21-Jährige hat ihren Kampf um eine Festanstellung verloren und muss das Werk nun schon Ende des Jahres verlassen.

BOCHUM

von Von Jörn Hartwich

, 20.11.2013, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ausgerechnet in ihrem eigenen Fall ist das jetzt jedoch misslungen. Die 21-Jährige hatte kurz vor dem Ende ihrer Ausbildung zur Mechatronikerin einen Antrag auf Übernahme gestellt. Nach Angaben ihres Anwalts Roland Meister stand ihr die unbefristete Weiterbeschäftigung als Jugendvertreterin nach dem Gesetz auch zu.Das Problem war jedoch: Vöhringer hatte später gleich mehrere befristete Verträge unterschrieben und nach Ansicht des Gerichts damit auf ihre Ursprungsforderung verzichtet.

Sie selbst bezeichnete das im Prozess jedoch als „Schwachsinn“. Es gebe niemanden, der sich mit befristeten Verträgen zufrieden gebe. „Wenn dir jemand sagt: Friss oder stirb, sonst hast du gar keinen Vertrag – dann unterschreibt man doch erst mal.“ In Wahrheit habe sie die Unterschriften immer nur unter Vorbehalt geleistet. Mit Blick auf die bevorstehende Schließung des Bochumer Opel-Werks Ende 2014 hatte das Gericht noch einen weiteren befristeten Arbeitsvertrag angeregt. Das lehnte Opel jedoch ab.