Opel übernimmt Warenzentrum wieder selbst

Ab 2016

Wenige Tage nach dem Ende der Autoproduktion in Bochum hat Opel überraschend angekündigt, sein zentrales Warenlager am Standort ab 2016 wieder selbst zu führen. Damit bleibt der Autobauer mit demnächst 700 Beschäftigten doch unter der eigenen Marke im Ruhrgebiet präsent.

BOCHUM/RÜSSELSHEIM

10.12.2014 / Lesedauer: 2 min
Opel übernimmt Warenzentrum wieder selbst

Im Bochumer Opelwerk müssen 1.800 Stellen abgebaut werden.

Das Joint Venture mit der Neovia Logistics Supply Chain Services GmbH für die Warenverteilzentren in Bochum und Rüsselsheim werde zum 1. Februar 2016 nach zehn Jahren beendet, teilte die Opel Group am Mittwoch in Rüsselsheim mit. „Ich freue mich sehr, dass die Beschäftigten des Teilelagers endlich zu Opel zurückkehren können“, sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug. „Sie werden wie alle Opel-Mitarbeiter vom derzeit geregelten Kündigungsschutz profitieren.“ Künftig werden rund 400 Beschäftigte in Rüsselsheim und die bald 700 in Bochum wieder nach dem Opel-Tarif bezahlt.

Der Autobauer begründete den Plan mit der Bedeutung der Ersatzteilversorgung und der Logistik für das Unternehmen. „Die deutschen Warenverteilzentren sind sehr wichtig und spielen in unseren Plänen eine ganz entscheidende Rolle“, sagte Vertriebschef Peter Christian Küspert. Das Joint Venture, an dem Opel mit 20 Prozent beteiligt ist, betreibt auch Warenverteilzentren für Opel in Rom und Budapest. Die Entscheidung, ob diese beiden auch künftig extern betrieben werden, werde im kommenden Jahr fallen. 

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