Opelaner starteten Spendenaktion für drei Initativen

Geld- und Sachspenden

Pünktlich zu Weihnachten hat der Opel-Betriebsrat, die Jugendorganisation und die gesamte Belegschaft von Opel etwas Gutes getan: Insgesamt 3000 Euro haben sie vom Konzern für soziale Zwecke zur Verfügung gestellt bekommen. Um möglichst vielen Menschen eine Freunde zu machen, teilten sie das Geld unter drei Initiativen auf.

BOCHUM

19.12.2015 / Lesedauer: 2 min
Opelaner starteten Spendenaktion für drei Initativen

Freuten sich über die Möglichkeit, etwas Gutes zu tun: Vertreter des Opel-Betriebsrates, der Jugendorganisation und die Belegschaft.

Weihnachtszeit ist Gabenzeit – das dachte sich auch die Bochumer Opel-Belegschaft. 3000 Euro und zahlreiche Sachspenden gingen am vergangenen Donnerstag an drei Organisationen, die Menschen in Not in und um Bochum helfen. Die gemeinsame Aktion von Betriebsrat, Jugendvertretung und Belegschaft war eine echte Herzensangelegenheit. „Es gibt viele Menschen, die Hilfe oder Unterstützung brauchen“, betont Sinan Aksoy von der Jugendvertretung. Etwas überraschend an der Aktion ist allerdings, wo das Geld herkommt. „Wir konnten Neovia Logistics überzeugen, uns 3000 Euro für soziale Zwecke zur Verfügung zu stellen“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Murat Yaman. Und das, obwohl das bislang ausgelagerte Warenverteilzentrum im kommenden Jahr zurück in den Mutterkonzern Opel geholt wird.

Spenden aufgeteilt

Statt die 3000 Euro einfach an eine Initiative zu spenden, entschied man sich, das Geld zu teilen. „So erfassen wir einen breiteren Teil der Gesellschaft“, sagt Aksoy. Zwar stehe das Thema Flüchtlinge im Mittelpunkt vieler Debatten, doch auch viele andere Menschen „brauchen Unterstützung“. Das Kinderhospiz Ruhrgebiet und die Aktion Lichtblicke freuen sich daher über Bares; für „Plan B Ruhr“ gab es noch zahlreiche Sachspenden, die den Flüchtlingsaktivitäten des Vereins zu Gute kommen. „Ein Anhänger voll mit Sachspenden wie Hygieneartikel, Shampoo, Zahnbürsten, Zahnpasta und vielem mehr kam zusammen. Gespendet wurde das alles von Azubis und Belegschaft“, erklärt Yaman und Aksoy ergänzt: „Die Resonanz war toll. Mit so viel hatte ich nicht gerechnet.“

Vorurteile abbauen

Auch die Besuche mit den Auszubildenden in Flüchtlingsheimen spielten bei der Spendenfreudigkeit eine große Rolle, mutmaßt Aksoy: „Klar hatte der eine oder andere Vorurteile, aber nach dem persönlichen Kontakt waren die weg.“ Man kann sich sicher sein: Es wird nicht die letzte Benefizaktion der Belegschaft gewesen sein.

Schlagworte: