Ordentlich was los am zweiten Way-Back-When-Tag

Der Festival-Freitag

Tag zwei des ersten Way-Back-When-Festivals stimmte die Veranstalter euphorisch: bis etwa 23.30 Uhr waren es am Freitag schon doppelt so viele Besucher wie am Donnerstag, rund 1400 an der Zahl. Wir haben alle drei Veranstaltungsorte besucht.

DORTMUND

, 31.05.2014, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unser Bild zeigt Son Lux beim Way-Back-When-Auftritt am Donnerstag.

Unser Bild zeigt Son Lux beim Way-Back-When-Auftritt am Donnerstag.

Headliner an diesem Abend waren um 23 Uhr im FZW die „Mighty Oaks“, eine Berliner Folkband um Sänger Ian Hooper aus Washington. Weiterhin traten in der Kaktusfarm unter anderem die Band „Okta Lounge“ und „The Intersphere“ auf, im Domicil gut besucht war der Auftritt der Band „Ásgeir“. Ein Wermutstropfen: Der Special Guest, der als letzter Act im FZW-Club auftreten sollte, sagte in letzter Sekunde ab. So ergab sich im Westen zwischen FZW und Kaktusfarm eine Programmlücke von einer Stunde, parallel im Domicil spielten zu dieser Zeit jedoch „Ewert and the two dragons“. Grund der Absage sei ein produktionstechnisches Problem gewesen, so Loewe. „Der Gig ist von Künstlerseite abgesagt worden. Es gab nicht das nötige Equipment.“ Aus vertragstechnischen Gründen könne der Name der Band nicht genannt werden.

Vor allem Besucher aus dem Dortmunder Umkreis fanden den Weg zu den Veranstaltungsorten, aber auch Weitgereiste fanden sich um 23 Uhr zu Beginn des letzten Festival-Acts im FZW zusammen. „Wir sind aus Bautzen in Sachsen für das Festival hergekommen“, sagt Armin Schönfeld (30). „Die Idee dieses Festivals ist klasse“, findet seine Begleitung Kati Rachlitz (32). „Es sollte auf jeden Fall wiederholt werden.“

Für die aus anderen Städten Angereisten ergaben sich aber auch einige kleine Probleme: „Die Atmosphäre dieses Festivals ist toll“, sagt Jessica Anders (27) aus Krefeld. „Nur wir hatten Probleme, den Weg zum Domicil zu finden.“ Wie dem auch sei: Eine ihrer Lieblingsbands, The Intersphere, stimmen in genau diesem Moment ihren ersten Song an.

Melodischer Progressive-Rock dröhnt aus den Kaktusfarm-Boxen, ihr Ideal – „catchy“ Melodien – kommt beim Publikum gut an: Nach kurzer Zeit wird laut mitgesungen. Es bleibt friedlich – auch bei rhythmisch-lautgepegelten und verzerrt-marschierenden Gitarrenriffs wird nicht gepogt. Ähnlich später im FZW: Als Mighty-Oaksy-Sänger Hooper den Song „Picture“ anstimmt, schweben Seifenblasen aus den Zuschauerreihen. Die Show ist ebenso sympathisch wie musikalisch spannend: perfekt sauberer dreistimmiger A-Cappella-Gesang mischt sich da in imitiertem Kerzenlicht mit Akustik- und E-Gitarre beziehungsweise E-Mandoline in einen Mischmasch aus melodisch-ruhigem Folk, sphärischem Rock und tanzbarem Country. Schwelgend im Klang baden ist da genauso möglich wie wild tanzen und eingängige Liedzeilen mitrufen. Das FZW ist brechend voll, dicht an dicht gedrängt stehen modebewusste Szenejunkies, Hipster, Rocker, Hippies. Wohl selten hat man so viele schöne Menschen auf einem Haufen gesehen.

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