Ortsunion Oberstadt plant einen Neuanfang

rnNach Morgenthal-Austritt

Nach Carsten Morgenthals Austritt aus der CDU will die Ortsunion Oberstadt einen Neuanfang in Angriff nehmen. Der Restvorstand ist zurückgetreten. Unterdessen stellt sich heraus, dass mit Morgenthals Austritt aus der Fraktion die Stadt nun tatsächlich Geld einspart.

Unna

, 31.07.2018, 11:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Carsten Morgenthal war in der vergangenen Woche aus der CDU-Fraktion und aus der CDU ausgetreten. Er war Vorsitzender der Ortsunion Oberstadt, und wie sich nun zeigt, stößt sein Rückzug einen kompletten Neustart an. Bei einer Versammlung des Ortsunions-Vorstands wurde der einvernehmliche Beschluss gefasst, dass die verbleibenden Vorstandsmitglieder zurücktreten. Das bestätigte Dagmar Kayser-Paßmann. Sie war eine der stellvertretenden Vorsitzenden. Die andere, Jessika Tepe, hatte schon vor einem Monat ihren Rückzug aus der Vorstandsarbeit erklärt, und zwar aus familiären Gründen, wie die junge Mutter erklärte.

„Wir wollen jetzt eine inhaltliche und personelle Neuausrichtung der Ortsunion ermöglichen“, sagte Kayser-Passmann. Bei einer Mitgliederversammlung solle ein neuer Vorstand gewählt werden. Es sei gut möglich, dass bisherige Vorstandsmitglieder dabei wieder kandidieren, so Kayser-Passmann. Streitigkeiten seien nicht Auslöser für die Auflösung des Vorstands gewesen. Auch dem früheren Vorsitzenden Morgenthal begegne man nach wie vor freundlich.

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Morgenthal verzichtet auf 6000-Euro-Pauschale

Morgenthal hatte der CDU den Rücken gekehrt, weil sich nach seiner Einschätzung die Fraktion nicht kritisch genug mit der Stadtverwaltung auseinandersetze und sie sich nicht ausreichend von der SPD-Fraktion abgrenze. Durch seinen Austritt aus der Fraktion spart die Stadt Unna nun 6000 Euro pro Jahr: Einer Ratsfraktion steht in Unna eine Kopfpauschale von 6000 Euro jährlich für jedes Mitglied zu. Diese Zahlung wird im Fall eines Austritts sozusagen umgeleitet. Sie steht der Ratsperson dann alleine zu. Morgenthal allerdings erklärte unserer Redaktion am Dienstag, er wolle auf diese Zahlung verzichten. Das habe er dem Ratsbüro schriftlich mitgeteilt. Unabhängig von einer Fraktionszugehörigkeit bekommt er als Ratsherr eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 400 Euro. „Und das ist auskömmlich“, sagt Morgenthal.

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