Ostern trotz Corona: Christen in NRW fordern Präsenzgottesdienste

Ostern

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen auch die Gotteshäuser. An Weihnachten konnten viele Christen daher nicht den Gang in die Kirche antreten – Ostern soll sich das ändern.

Düsseldorf

13.03.2021, 08:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
An Weihnachten mussten viele Gläubige zu Hause bleiben, Ostern könnten sie das höchste Fest der Christen wieder in den Kirchen feiern.

An Weihnachten mussten viele Gläubige zu Hause bleiben, Ostern könnten sie das höchste Fest der Christen wieder in den Kirchen feiern. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

An Weihnachten fielen die meisten Gottesdienste wegen Corona aus - jetzt kommt mit Ostern das höchste Fest der Christen in Sicht. „Wir richten uns darauf ein, dass wir unter den jetzt geltenden Bedingungen und Regeln die Ostergottesdienste in Präsenz feiern können“, sagte Antonius Hamers, Leiter des Katholischen Büros NRW in Düsseldorf, der Deutschen Presse-Agentur.

Dazu gehören die Einhaltung der Abstände, das Tragen von FFP2-Masken auch am Platz und der Verzicht auf Gemeindegesang. Die Teilnehmerzahl richtet sich nach der Größe der Kirche. Für die Evangelische Kirche im Rheinland sagte Pressesprecher Jens-Peter Iven: „Die Gemeinden werden vor Ort nach Lage entscheiden.“

"Christen wollen Ostern feiern"

Diese Entscheidungen würden von den jeweiligen Fallzahlen abhängen. Im Dezember habe man gesehen, dass auch sorgfältig vorbereitete coronagerechte Angebote letztlich hätten abgesagt werden müssen, weil die Zahlen plötzlich durch die Decke gegangen seien. „Christen wollen Ostern feiern und sehnen sich nach gewohnten Ritualen, zu denen der feierliche Gottesdienst dazugehört“, sagte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode für die Deutsche Bischofskonferenz.

Jetzt lesen

Zahlreiche Menschen blieben aber auf Angebote ohne Präsenz angewiesen. „Sie freuen sich über die Gottesdienste im Fernsehen, Radio oder im Livestream. Wir danken den Rundfunkanstalten und privaten Sendern sehr, dass sie die Übertragungen ausgeweitet haben und unsere eigenen Angebote ergänzen.“

Gottesdienste auf Instagram

An Weihnachten hatten die meisten Gottesdienste digital oder unter freiem Himmel stattgefunden. Es wurden aber auch Präsenzgottesdienste abgehalten. An Ostern vor einem Jahr hatte es dagegen überhaupt noch keine gemeinsamen Gottesdienste gegeben. Stattdessen wurden zum Beispiel Messen auf Instagram und „Predigten to go“ angeboten.

dpa

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt