Ostfriesentod

Klaus-Peter Wolf

Kommissarin Ann Kathrin Klaasen versteht die Welt nicht mehr - irgendjemand will offenbar ihr Leben zerstören und zieht die Schlinge aus Lügen und Manipulation immer enger um die ostfriesische Ermittlerin zusammen.

02.04.2017, 16:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Erst wird sie angeblich mit ihrem Auto geblitzt, obwohl sie zu dieser Zeit gar nicht mit ihm unterwegs war. Dann beschuldigt eine Studentin aus Oldenburg sie, ihr Laptop mitgenommen zu haben. Obwohl Ann Kathrin die junge Frau nie gesehen hat.

Wer will Ann Kathrin Klaasen schaden? Diese Frage stellt sich nicht nur die verzweifelte Ermittlerin, sondern auch ihr Mann und Kollege Frank Weller und das ganze Team der ostfriesischen Kult-Kripo im neuen Krimi "Ostfriesentod" von Klaus-Peter Wolf.

Mysteriöser Brand

Alles beginnt mit einem mysteriösen Brand, bei dem ein junger Mann ums Leben kommt. Hat er das Haus angezündet und sich dann selbst getötet? Oder wollte ihn jemand Anderer in den Tod treiben? Und hat das selbe perfide Spiel jetzt mit Ann Kathrin Klaasen vor?

Wolfs Ostfriesenkrimis sind immer spannend und voller Lokalkolorit aus dem wunderschönen Ostfriesland. Wer schon mal dort im Urlaub war, erkennt vieles wieder. Und wer noch nicht zwischen Emden und Leer unterwegs war, den reizen die Geschichten um die Ermittler, mal dorthin zu fahren.

Psychothriller-Kino

Diesmal aber hat sich Wolf selbst übertroffen. Wie die geheimnisvolle Maggie es schafft, eine Reihe von "Kriegern" zu rekrutieren, die sie genauso manipuliert wie jene dann die Menschen, denen Maggie schaden will - das ist schon großes Psychothriller-Kino.

Hochspannung bis zum Schluss ist garantiert. Sehr lesenswert.

Und es gibt die schöne Aussicht, dass Wolf schon an den nächsten Fällen für Ann Kathrin, Weller, Rupert und Co. arbeitet.

Klaus-Peter Wolf: Ostfriesentod, 560 S., Fischer, 10,99 Euro, ISBN 978-3-596-03633-2.