"Ostwind" ist ein Ritt zu den wilden Pferden in Andalusien

Im Kino

In den „Ostwind“-Filmen von Katja von Garnier geht es um die Freiheit und den Schutz von Pferden. Marode Gestüte wollen gerettet sein, Vierbeiner dürfen nicht in falsche Hände geraten. Im ersten Abenteuer half Mika (Hanna Binke) einem angeblich verkorksten Hengst auf die Sprünge, im zweiten Teil dem Pferdehof ihrer Oma, über dem der Pleitegeier kreiste. Auch der dritte Streifen, „Aufbruch nach Ora“ ist ein Fest für Pferdenärrinnen, die mit malerischen Reitsequenzen belohnt werden.

28.07.2017 / Lesedauer: 2 min
"Ostwind" ist ein Ritt zu den wilden Pferden in Andalusien

Mika (Hanna Binke) auf ihrem Pferd Ostwind

Romantik wispert mit. Mika ist mindestens so fotogen wie ihr Huftier Ostwind, und weiß, dass Freunde nicht unbedingt vier Beine haben müssen.

Eine Ranch namens Ora  

Mika verabschiedet sich von ihrem Schatzi (Jannis Niewöhner), es zieht sie nach Andalusien. Dort will sie das Geheimnis um Ostwinds Abstammung lüften. Ein Brandzeichen deutet auf eine Ranch namens Ora.

Mädchen und Pferd gehen in Cadiz an Land, vorher sieht man sie über den Strand galoppieren– wie damals in der Werbung mit dem Slogan „Erfrischend wie ein Ritt in der Brandung“ oder so ähnlich. Mika erreicht einen spanischen Pferdehof, wo sie hört, dass Ora lange schon in Trümmern liegt.  

Andalusische Folklore  

Sie ist im Land, wo die wilden Pferde wohnen, trifft eine Pferdeflüsterin (Nicolette Krebitz), halb Schamanin, halb Indianerin, die mit den Tieren lebt und Menschen meidet. Die Kamera schwelgt im Idyll, Pferde sind Majestäten, elfensüß jubiliert die Musik.  

Wo bleibt der Konflikt? Ah, ein fieser Konzern hat die Quelle gekauft und will Wasser abpumpen, das die Pferde brauchen. Mika und Freunde entwerfen einen Plan. Der ähnelt dem Plot von „Ostwind 2“, jetzt mit andalusischem Folklore-Touch. Dutzende Prachtgäule jagen über die Pampa, alle „Wendy“-Leser fliegen hoch. In manchen Dialogen etwas hochtrabend, für die Zielgruppe aber sicher ein Vergnügen.