Otto Pankoks Bilder von Flucht und Heimatalosigkeit

Dreier-Ausstellung

Drei Ausstellungsorte in unmittelbarer Nachbarschaft, drei sorgfältig ausgewählte Schwerpunkte, ein herausragender Künstler: Mit einer außergewöhnlichen Retrospektive würdigen der Kreis Coesfeld, die evangelische Kirchengemeinde sowie die Kulturinitiative Kaktus in diesem Sommer Otto Pankok. Rund 100 Werke werden gezeigt - mehr als im Otto-Pankok-Museum in Hünxe.

LÜDINGHAUSEN

, 07.06.2016, 14:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Otto Pankoks Bilder von Flucht und Heimatalosigkeit

Otto Pankok (r.) mit seinem Modell. Auch dieses Bild in ist der Ausstellung zu sehen.

Eindringliche Porträts sind auf der Burg Vischering zu finden. Bilder seiner Frau Hulda und seiner Tochter Eva zeugen vom innigen Verhältnis zu seiner Familie. Gesellschaftliche Randgruppen gehören ebenso zu seinen Modellen wie Personen seines Umfeldes: Sinti, Roma, Juden, der alte Lehrer, die Frau mit Haube, der Fischer.

Dazu wird erstmals eine Auswahl des umfangreichen Konvoluts von Pressezeichnungen gezeigt, die Pankok hinterlassen hat. In der Kirche nebenan werden Werke aus Otto Pankoks "Zigeunerzyklus" gezeigt. Werke, die nach 1933 der Grund für die Verbannung von Pankoks Bildern aus Museen und sein Arbeitsverbot waren.

Geschundene Tiere

Ausgewählt hat die Werke die evangelische Pfarrerin Silke Niemeyer. Wichtig waren ihr auch Bilder zu Themen wie Flucht und Heimatlosigkeit. "Diese Themen beschäftigen auch die Kirchen."

Auf der Burg Lüdinghausen sind Landschaften zu sehen. Pankok rückt geschundene und ausgemergelte Tier in den Vordergrund. Auf die Leinwand gebracht meist bei widrigen Witterungsverhältnissen.

Burg Lüdinghausen (Amtshaus 14), Evangelische Kirche an der Burg Lüdinghausen (An der Klosterstraße) und Burg Vischering (Berenbrock 1): "Otto Pankok - Meine Heimat ist in mir", bis 14.8., Sa/So 10-17.30 Uhr. Burg Vischering zusätzlich Di-Fr 10-13 und 13.30-17.30 Uhr.