Outlet-Center: Neue Lösung muss her

WATTENSCHEID Für die Politik ist der Fall klar: Der Fabrikverkauf von Steilmann ist an seinem jetzigen Standort im Gewerbegebiet West nicht genehmigungsfähig.

von Von Thomas Aschwer

, 12.09.2008, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Steilmann Outlet-Center soll in einen Bereich umziehen, in dem Einzelhandel ausdrücklich erlaubt ist.

Das Steilmann Outlet-Center soll in einen Bereich umziehen, in dem Einzelhandel ausdrücklich erlaubt ist.

 Allerdings soll nicht mit der "Keule geschwungen" werden. Vielmehr soll ein neuer Standort her. Gerne in Wattenscheid. Die Diskussion um das so genannte Outlet-Center des Textilunternehmens ist nicht neu. Schon in der vergangenen Legislaturperiode beschäftigten sich verschiedene politische Gremien mit der Situation in der Friedrich-Lueg-Straße. Schon damals gab es einige kritische Stimmen, die vehement Einzelhandel in einem Gewerbegebiet verhindern wollten.

Kompromisslinie

Am Ende zeigte der Daumen nur deshalb nach oben, weil damit die Situation bei Steilmann gestützt werden sollte. Als Kompromisslinie galt deshalb, dass der Verkauf an eine bestimmte Zahl von Mitarbeitern und eine Produktion vor Ort gekoppelt wurde. Diese Rahmenbedingungen werden aber schon seit geraumer Zeit nicht mehr eingehalten, so dass das Thema jetzt wieder automatisch bei der Politik gelandet ist. Die hat, so ist in den Gesprächen zu merken, viel Sympathie für das Unternehmen Steilmann, hat aber auch den klar formulierten Masterplan fest im Blick.

"Könnten schließen"

"Wir könnten es schließen, wollen wir aber nicht", war aus politischen Kreisen in diesen Tagen zu erfahren. "Die Voraussetzungen sind halt nicht mehr gegeben. Wir suchen nach einer neuen Lösung." Die kann nach Einschätzung politischer Kreise ausschließlich darin bestehen, dass der Fabrikverkauf umzieht. Und zwar in einen Bereich, in dem Einzelhandel ausdrücklich genehmigt ist. Wie lange die Kommunalpolitik die aktuelle Situation akzeptiert, ist bislang nicht genau definiert.

Wie schwierig derzeit insgesamt die Situation zu sein scheint, macht die Nachfrage beim Unternehmen deutlich. Die Radici-Gruppe, zu der Steilmann seit geraumer Zeit gehört, verweist auf die Verantwortlichen bei Steilmann. Hier gab es trotz mehrfacher Nachfrage aber keine Stellungnahme.