Outokumpu-Betriebsrat wirft Unternehmen Vertragsbruch vor

Stahlwerk vor dem Aus

Nach der Ankündigung, das Bochumer Outokumpu-Stahlwerk schon im nächsten Jahr zu schließen, ist die Empörung bei den Beschäftigen groß. Die IG Metall sieht einen Tarifvertrag verletzt und kündigt eine Klage an. Einige würden lieber streiken.

BOCHUM

von dpa

, 02.10.2013, 18:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rückblick - Januar 2012: Die Mitarbeiter von Thyssen-Krupp protestieren vor dem Werk gegen den geplanten Verkauf des Edelstahlwerkes an den finnischen Konkurrenten Outokumpu. Sie befürchten die Abwicklung des Bochumer Werks. Fast zwei Jahre später zeichnet sich ab, dass sie sich nicht getäuscht haben.

Rückblick - Januar 2012: Die Mitarbeiter von Thyssen-Krupp protestieren vor dem Werk gegen den geplanten Verkauf des Edelstahlwerkes an den finnischen Konkurrenten Outokumpu. Sie befürchten die Abwicklung des Bochumer Werks. Fast zwei Jahre später zeichnet sich ab, dass sie sich nicht getäuscht haben.

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ThyssenKrupp-Demo

Gegen den Verlust tausender Arbeitsplätze sind am Freitag rund 4000 Demonstranten durch die Bochumer Innenstadt gezogen. Sie zeigten Flagge für die Edelstahlsparte Inoxum, Beim Branchenprimus droht die Fusion mit dem finnischen Konkurrenten Outokumpu.
27.01.2012
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Die Metaller sind kampfbereit und fordern die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern von ThyssenKrupp die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern von ThyssenKrupp die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit.© Foto: Aschwer
Trillerpfeifen, Fahnen und Kappe: Die Metaller kämpfen um den Erhalt des Bochumer Werkes.© Foto: Aschwer
Bernd Eichler, Hauptkassierer der IG Metall, kündigte einen harten Kampf an.© Foto: Aschwer
Bernd Eichler, Hauptkassierer der IG Metall, kündigte einen harten Kampf an.© Foto: Aschwer
Die Beschäftigten von ThyssenKrupp wehren sich gegen den Abbau der Arbeitsplätze in Bochum.© Foto: Aschwer
Der Bochumer Betriebsratsvorsitzender von Nirosta Frank Klein übte heftige Kritik am Management und an der Bundesregierung.© Foto: Aschwer
Wie immer bei der IG Metall war für die Verpflegung gesorgt.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind sauer auf ThyssenKrupp.© Foto: Aschwer
Die Bochumer IG Metall-Bevollmächtigte Ulrike Kleinebrahm erwartet harte Verhandlungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Der Bochumer Betriebsratsvorsitzender von Nirosta Frank Klein übte heftige Kritik am Management und an der Bundesregierung.© Foto: Aschwer
Tausende zeigten sich am Freitag mit den Stahlarbeitern solidarisch.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Stahlarbeiter in Bochum zeigten bei einer Mahnwache Flagge.© Foto: Tobias Nordmann
Gegen den Abbau von mindestens 500 Stellen demonstrierten die Arbeiter.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Die Beschäftigten von ThyssenKrupp wehren sich gegen den Abbau der Arbeitsplätze in Bochum.© Foto: Thomas Aschwer
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In diesem sei festgesetzt worden, den Standort Bochum bis mindestens 2016 weiterzubetreiben. Die IG Metall kündigte juristische Schritte an. „Wir werden wahrscheinlich nächste Woche ins Klageverfahren gehen“, sagte die Erste Bevollmächtigte der IG Metall in Bochum, Eva-Maria Kerkemeier.Der finnische Edelstahlkonzern hatte am Dienstag angekündigt, das Schmelzwerk mit rund 450 Beschäftigten voraussichtlich bereits im Verlauf des kommenden Jahres zu schließen. Der weltgrößte Edelstahlhersteller begründete dies mit anhaltenden Verlusten und weltweiten Überkapazitäten der Branche.

Streiks werde es zunächst nicht geben, weil dafür die rechtliche Grundlage fehle, sagte Kerkemeier weiter. „Wir wollen nicht denselben Rechtsbruch begehen, wie von der anderen Seite angekündigt ist.“ Das verstehe die Mehrheit der Beschäftigten, auch wenn die Stimmung unter ihnen von Wut und Angst um den Arbeitsplatz geprägt sei. Einige sagen vor dem Werkstor ganz offen: Sie würden die Arbeit am liebsten sofort niederlegen. Im Bochumer Werk gab es am Mittwoch eine Informationsveranstaltung des Betriebsrats. Die IG Metall sprach von einer „Protestversammlung“, die zwei Stunden gedauert habe. Solche Versammlungen gab es laut Gewerkschaft am Mittwoch auch in Benrath, Krefeld und Dillenburg. Für Donnerstag kommender Woche lud der Bochumer Betriebsrat zu einer außerordentlichen Belegschaftsversammlung ein.

Aus Gründen der Arbeitssicherheit und damit die Mitarbeiter an der Versammlung teilnehmen konnten, wurden die Schmelzöfen heruntergefahren. Laut Betriebsrat ruhte die Produktion in Bochum für insgesamt 32 Stunden. Am Mittwochabend lief sie nach Angaben einer Unternehmenssprecherin wieder an.

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ThyssenKrupp-Demo

Gegen den Verlust tausender Arbeitsplätze sind am Freitag rund 4000 Demonstranten durch die Bochumer Innenstadt gezogen. Sie zeigten Flagge für die Edelstahlsparte Inoxum, Beim Branchenprimus droht die Fusion mit dem finnischen Konkurrenten Outokumpu.
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Die Metaller sind kampfbereit und fordern die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern von ThyssenKrupp die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern von ThyssenKrupp die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit.© Foto: Aschwer
Trillerpfeifen, Fahnen und Kappe: Die Metaller kämpfen um den Erhalt des Bochumer Werkes.© Foto: Aschwer
Bernd Eichler, Hauptkassierer der IG Metall, kündigte einen harten Kampf an.© Foto: Aschwer
Bernd Eichler, Hauptkassierer der IG Metall, kündigte einen harten Kampf an.© Foto: Aschwer
Die Beschäftigten von ThyssenKrupp wehren sich gegen den Abbau der Arbeitsplätze in Bochum.© Foto: Aschwer
Der Bochumer Betriebsratsvorsitzender von Nirosta Frank Klein übte heftige Kritik am Management und an der Bundesregierung.© Foto: Aschwer
Wie immer bei der IG Metall war für die Verpflegung gesorgt.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind sauer auf ThyssenKrupp.© Foto: Aschwer
Die Bochumer IG Metall-Bevollmächtigte Ulrike Kleinebrahm erwartet harte Verhandlungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Der Bochumer Betriebsratsvorsitzender von Nirosta Frank Klein übte heftige Kritik am Management und an der Bundesregierung.© Foto: Aschwer
Tausende zeigten sich am Freitag mit den Stahlarbeitern solidarisch.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Stahlarbeiter in Bochum zeigten bei einer Mahnwache Flagge.© Foto: Tobias Nordmann
Gegen den Abbau von mindestens 500 Stellen demonstrierten die Arbeiter.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Die Beschäftigten von ThyssenKrupp wehren sich gegen den Abbau der Arbeitsplätze in Bochum.© Foto: Thomas Aschwer
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Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Eiskirch, nannte die Outokumpu-Pläne einen „Angriff auf die Soziale Marktwirtschaft“. Wenn man sich nicht mehr auf die Gültigkeit von Tarifverträgen verlassen könne, fehle die Grundlage, in schwierigen Unternehmenssituationen Vereinbarungen schließen zu können. Am Dienstag hatte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) von einem Verstoß gegen die Unternehmenskultur gesprochen.

Ein Großteil der Bochumer Produktion soll ins nordfinnische Tornio verlagert werden. Der Konzern hatte nach der Übernahme des ehemals zur ThyssenKrupp-Edelstahlsparte gehörenden Standorts noch zum Jahreswechsel einen Weiterbetrieb bis mindestens Ende 2016 in Aussicht gestellt.