P. G. Wodehouse – Gentleman der Literatur

Martin Breit

Er war der Satiriker seiner Zeit, schrieb 70 Jahre lang Geschichten und Romane, auch "Musicals ohne Musik" genannt: Pelham Grenville Wodehouse. Charmant zeigte er die Macken der gehobenen Gesellschaft um 1900 auf, wurde gelobt, war im Zweiten Weltkrieg verpönt, in den 80er-Jahren wieder entdeckt und in den letzten Jahren wunderbar neu übersetzt von Thomas Schlachter (Suhrkamp).

von Von Stefanie Platthaus

, 19.04.2015, 12:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Doch, welcher Mann steckt hinter den immer gleichen Roman-Konzepten, von denen der Leser nie genug kriegen kann? Welcher geniale Geist hat Figuren wie Monty Bodkin, Bertie Wooster und den Earl of Emsworth erdacht?

Martin Breit hat sich mit "Plum" Wodehouse intensiv befasst und so liegt die erste deutschsprachige, liebevoll recherchierte Biografie vor, die längst fällig war. Anhand von Tagebuch-Einträgen, Geschichten und Zeitzeugenberichten wird deutlich: Wodehouse lebte Humor und er liebte das Schreiben, seine Geschichten und Figuren.

Kurzweilige Biografie

Kurzweilig führt Breit durch sein Leben und Werk und zeigt die Einflüsse auf Musical, Theater, Literatur und Film: "Indiana Jones", "Liebesgrüße aus Moskau", "Notting Hill" und das Oxford English Dictionary - Wodehouse ist noch heute überall.

Eine Übersicht der Figuren, der Schauplätze, ein Schaubild der Beziehungen, eine aktuelle Auflistung aller deutschen Roman-Übersetzungen - dieses Buch macht einfach nur Spaß!

 

Martin Breit: P. G. Wodehouse - Gentleman der Literatur, 348 S., Römerhof Verlag, 32 Euro, ISBN 978-3-905-894-202.

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