Parkverbot wegen Winkelmann-Dreh sorgt für Ärger

Hörder beschwert sich

80 Meter Parkfläche reserviert die Stadt für einen Dreh von Adolf Winkelmann, für volle acht Tage und in einer Straße, wo Parkplätze eh schon knapp sind. Anwohner Alexander Leupold regt das auf - obwohl die Filmfirma offenbar versucht, die Nerven der Anwohner so gut es geht zu schonen.

HÖRDE

, 16.07.2015, 03:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alexander Leupold, hier mit Lebensgefährtin Joline Swierkot, ärgert sich über das Parkverbot in seiner Straße.

Alexander Leupold, hier mit Lebensgefährtin Joline Swierkot, ärgert sich über das Parkverbot in seiner Straße.

80 Meter Parkverbots-Zone für einen einzigen Filmdreh - das klingt gewaltig. An den Straßen Am Remberg und Unverhofftstraße in Hörde, wo das Parkverbot von Donnerstag (16.7.) um 18 Uhr bis Freitag (24.7.) gilt, ist wegen der Nähe zum Ausflugsziel Phoenix-See auch ohne Filmcrew schon wenig Platz für die Anwohner.

"Nur das Nötigste"

Aus Sicht der Produktionsfirma ist dabei jedoch nur das Nötigste eingeplant. "Normalerweise brauchen wir oft 200 Meter", sagt Edgar Cox, Produktionsleiter der Kölner Firma FFP New Media, die den Dreh leitet. Acht LKW und Kleinlaster sind für diese Zeit in Hörde eingeplant.

Davon sind zum Beispiel zwei fürs Licht, einer für das "Grip-Material" wie Kamerastative, einer für die Schminkräume der Schauspieler. Ein weiterer dient dem zwölfjährigen Hauptdarsteller des Films als Rückzugsraum - das sei vom Gesetzgeber so vorgeschrieben, sagt Cox, zum Schutz des Kindes vor zu viel Stress.

Nachbarschaftsfreundliche Film-Szenen

Darüber hinaus seien die Szenen, die in und hinter einem der Häuser Am Remberg gedreht werden, sehr viel nachbarschaftsfreundlicher als zum Beispiel bei einem Actionfilm wie James Bond oder einer Action-Serie wie "Alarm für Cobra 11".

In Winkelmanns Film über das Leben eines Bergarbeitersohns im Ruhrpott der 60er Jahre gebe es weder Explosionen noch andere Effekte, die Schmutz oder Lärm verursachen - zumindest in den Szenen, die Am Remberg gedreht werden.

Kein Dreh nach Mitternacht

Die zwei bis drei Drehstunden bei Dunkelheit habe seine Firma extra auf zwei Tage verteilt (die beiden Freitage innerhalb des Zeitraums, 17. und 24.7.). Da es gegen 22 Uhr dunkel genug sei für die Szenen, müsse niemand befürchten, dass der Betrieb bis nach Mitternacht geht.

Immerhin, findet Alexander Leupold. Schön, dass die Filmfirma Rücksicht nehmen will. Aber mit der Entscheidung der Stadt ist Leupold unzufrieden: "Es wäre wünschenswert, dass die Stadt auch mal an die Menschen denkt, die schon lange hier wohnen."

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